Erster Corona-Fall im Tiroler Symphonieorchester

Eine Abordnung des Tiroler Symphonieorchesters Innsbruck (TSOI) eröffnet­e letzten Freitag die Klangspuren in Schwaz.
© Florian Lechner

Innsbruck – Im Tiroler Symphonieorchester Innsbruck (TSOI) gibt es einen ersten Corona-Fall. Ein Orchestermitglied ist mit dem Virus infiziert. Markus Lutz, der kaufmännische Leiter der Tiroler Landestheater GmbH, der das TSOI angegliedert ist, hat dies der TT bestätigt.

Nach den Worten von Lutz hat die betreffende Person letzten Freitag bei der Eröffnung der Klangspuren im Schwazer Silbersaal noch mitgewirkt. Eine Gefahr für das Publikum habe aber nicht bestanden: „Wir konnten den Fall rasch eingrenzen, es gab engeren Kontakt nur zu drei weiteren Personen im Orchester.“ Zum Publikum habe es keinen Kontakt gegeben.

Das TSOI, ein Orchester mit 70 Mitgliedern, gastierte nur mit 16 Musikern beim Klangspuren-Auftakt. Diese Abordnung wird nun regelmäßig auf Covid-19 getestet. Lutz betont, dass schon bei der Fahrt nach Schwaz spezielle Sicherheitsmaßnahmen ergriffen worden seien. „Die Anreise nach Schwaz erfolgt­e extra in zwei Bussen, damit sich nicht alle Musiker im selben Fahrzeug befinden.“

Das infizierte TSOI-Mitglied befindet sich zuhause. Es zeigte keine Symptome und wurde bei einer Routine­untersuchung positiv auf Corona getestet – nach dem Konzert in Schwaz.

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„Wir müssen uns darauf einstellen, dass solche Fälle vorkommen können“, sagt Lutz. Es sei unmöglich, Hundert­e Mitarbeiter – wie sie für die Landestheater GmbH tätig sind – laufend auf Corona zu testen. Getestet werde nur im Verdachtsfall.

Die Mitarbeiter wurden je nach Tätigkeit in vier Zonen eingeteilt. Mitarbeiter verschiedener Zonen sollen sich nicht begegnen. Das soll bei Coronafällen die Nachverfolgung erleichtern. (mark)


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