Gelbe Engel stiegen heuer um zehn Prozent öfter auf

In Tirol wickelte die ÖAMTC-Flugrettung diesen Sommer 747 Einsätze ab.
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck – Die 17 Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung wurden heuer zwischen 1. Juli und Mitte September zu 5188 Einsätzen in Österreich alarmiert. Das entspricht einer Steigerung von 9,7 Prozent zum Vergleichszeitraum des Vorjahres. Laut ÖAMTC ist das nicht zuletzt auf die Tatsache zurückzuführen, dass seit Ende Mai mit dem Christophorus 17 in der Obersteiermark ein zusätzlicher Hubschrauber stationiert wurde.

Reinhard Kraxner.
© ÖAMTC/Postl

Mit 747 Einsätzen landet Tirol auf Platz drei in der Bundesländerstatistik – hinter Niederösterreich (1100 Einsätze) und der Steiermark (873). Von den vier Tiroler Christophorus-Stützpunkten wurden insgesamt 905 Einsätze abgewickelt, die größer­e Zahl ergibt sich aus bundesländerübergreifenden Einsätzen. Die meisten Einsätze absolvierte dabei der Christophorus 7 in Lienz (236 Alarmierungen) vor dem C5 (Zams, 228), dem C4 (Reith, 226) und dem C1 (Innsbruck, 215).

Die Pandemie ist auch an der Flugrettung nicht spurlos vorübergegangen, erklärt Flugrettungs-Geschäftsführer Reinhard Kraxner und meint logistische sowie organisatorische Herausforderungen. „Andererseits konnten wir gerade während der Sommermonate eine leichte Verschiebung des Einsatzspektrums beobachten“, so Kraxner. Besonders auffallend sei dabei gewesen, dass Einsätze nach internistischen und neurologischen Notfällen im Vergleich zum Vorjahr nur minimal angestiegen sind – nämlich um vier Prozent von 2142 auf 2222. Sport- und Freizeitunfälle (915, +29 Prozent) sowie Verkehrsunfälle (484, +20 Prozent) sind hingegen im Vergleich zum Vorjahr massiv angestiegen. (TT, np)

Wir konnten während der Sommermonate eine Verschiebung des Einsatzspektrums beobachten.
Reinhard Kraxner (GF Flugrettung)

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