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Krankenhausseelsorgerin Hildegard Anegg: Zuwendung in der Not

Was sagen in Situationen, für die es keine Worte gibt? Die Leiterin der Krankenhaus-Seelsorge meint: „zunächst einmal nichts“ und erklärt, was wirklich Trost spenden kann.

Keine Einzelkämpferin: Die Leiterin der Krankenhausseelsorge Hildegard Anegg mit einem Teil des großen Seelsorgeteams.
© Rudy De Moor

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – „Darf ich mich vorstellen? Ich bin die Seelsorgerin Hildegard, aber keine Sorge! Ich bin nur gekommen, weil ich gern nach ihnen schau.“ Betritt Hildegard Anegg ein Krankenzimmer mit diesen Worten, ist ihr ein Schmunzeln der Patienten sicher. Manchmal auch ein lautes Lachen. Und wohl auch Erleichterung und Dankbarkeit für etwas Abwechslung in einer oft schwierigen Zeit.

Vor einem Jahr hat die 58-Jährige die Leitung der Krankenhausseelsorge übernommen. Ihr Vorgänger, der Priester Andreas Krzyzan, hatte sich gefreut, diese Aufgabe nach 27 Jahren an die Theologin übergeben zu können. Schon in seiner Zeit baute er die Einrichtung aus und um – vom ursprünglichen, reinen Verabreichen der Sterbesakramente am Krankenbett zur Institution, deren Mitarbeiter den Patienten und ihren Angehörigen helfend zur Seite stehen möchten. Die Innsbruckerin, die zuvor schon fünf Jahre im Krankenhaus Hall im Einsatz war, will diesen Weg in einer Zeit der wachsenden Herausforderungen weitergehen: „Wir sind für alle Menschen da – unabhängig von der Glaubensrichtung, ob fromm oder nicht fromm. Das spielt überhaupt keine Rolle.“

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