Galtürer Almkäseolympiade heuer ohne Festakt und Verkauf

Landjugend Galtür bereitet Bewerb vor, der diesmal unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Jury bewertet 201 Käsesorten von 78 Almen.

Michael Wiltsche und Maria Mattle bereiten die Olympiade ’20 unter speziellen Rahmenbedingungen vor.
© Wenzel

Galtür – Wie „Stanz brennt“ hat sich auch die Galtürer Almkäseolympiade als Kultfest der Regionalität mit mehr als 3000 Besuchern einen Namen gemacht. Doch das Fest in Galtür erinnert heuer an ein Fußballspiel ohne Publikum im Stadion: Bei der 26. Auflage am Samstag, 26. September, treffen sich kaum 200 Leute im Sport- und Kulturzentrum – Mitglieder der Jury, Almsenner aus Tirol, Südtirol, Vorarlberg, der Schweiz und Liechtenstein sowie das Team der Landjugend Galtür als Veranstalter.

„Wir haben gewusst, dass heuer die Rahmenbedingungen schwieriger als in den Jahren zuvor sind. Aber eine ersatzlose Absage wollten wir vermeiden“, hoben Maria Mattle und Michael Wiltsche von der Landjugend hervor. „Die vielen positiven Rückmeldungen auf unsere Ausschreibung haben dann alle Erwartungen übertroffen.“ Auf der Teilnehmerliste stehen 78 Almen mit 201 Käsesorten. „Das sind etwa zwei Drittel im Vergleich zum Vorjahr“, schilderte Wiltsche. „Für uns steht diesmal im Vordergrund, dass wir den Sennern aus nah und fern Danke für ihren Einsatz sagen wollen.“ Man stehe auch in schwierigen Zeiten zu den Almen, die vor Ort unverfälschten Käse produzieren. „Mit der Prämierung möchten wir unsere Wertschätzung für die auf den Almen geleistete Arbeit zum Ausdruck bringen“, heißt es in der Erklärung des Landjugendteams.

Der festliche Empfang der Ehrengäste auf dem Vorplatz fällt ebenso der Corona-Pandemie zum Opfer wie der Verkauf bei den Marktständen in der Halle sowie die Siegerehrung mit Verleihung der Sennerharfen. Sehr wohl werde die Jury die eingereichten Produkte nach den bisherigen Kriterien bewerten. Die Ergebnisse sollen dann auf www.galtuer.com veröffentlicht werden. (hwe)


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