Neustart am Hahnenkamm in Höfen: „Kein Fördergeld für Beschneiung“

Klubobmann Dominik Oberhofer sieht für Kleinskigebiete im Wintertourismus keine Zukunft.
© Tschol

Reutte – „Wir NEOS begrüßen den Neustart am Hahnenkamm in Höfen, aber es muss Transparenz und Offenheit herrschen“, kommentierte NEOS-Klubobmann Dominik Oberhofer den Verkauf der Seilbahnen bei einer Pressekonferenz in Reutte. Jetzt müssten Investitionen sinnvoll getätigt werden.

Hier scheiden für Oberhofer jedoch ganz klar geförderte Projekte für den Winterbetrieb, wie etwa der Bau eines Speicherteiches, aus. „Mit einem reinen Winterbetrieb wird ein Kleinskigebiet nicht überleben können. Das zeigen 22 andere Lifte quer durch Tirol. Ein Kubikmeter Kunstschnee kostet in der Produktion zwei Euro. Das kann man in Kleinskigebieten nicht hereinspielen.“ Es brauche daher seiner Ansicht nach vor allem Investitionen in den Sommertourismus. „Hier machen Förderungen auch Sinn, denn das ist zukunftsfit und auf lange Sicht wirtschaftlich rentabel. Wir brauchen Alternativen zum Wintertourismus. Das muss man auch in Tirol zur Kenntnis nehmen“, sagt Oberhofer. Der Winter am Hahnenkamm habe nur eine Zukunft, wenn er redimensioniert werde. „Da muss man es auch mal in Kauf nehmen, dass die Bahn erst im Jänner fährt“, so Oberhofer. Für den Sommertourismus hingegen sieht Oberhofer am Höfner Hausberg großes Potenzial.

In der Vergangenheit haben die NEOS immer wieder den Fördergeldfluss in Richtung der Reuttener Seilbahnen kritisiert. „Erst durch unsere Anfragen im Landtag kam ans Licht, dass der Vorbesitzer den Hahnenkamm am End­e des Tages um einen Euro gekauft und, wie jetzt kolportiert wird, um 4 Millionen Eur­o verkauft hat. Rechnet man die mehr als 1,5 Mio. Euro Förderungen ein, kann man sagen, dass ein gutes Geschäft mit Steuergeld gemacht wurde. Da spielen die übernommenen Schulden auch keine große Rolle mehr“, kritisiert Oberhofer. Er hofft, dass aus diesen Fehlern gelernt wurde, und fordert von den neuen Eigentümern volle Transparenz. (fasi)

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