Deponie sei kein Hindernis für Grillplatz in der Rossau

Beim Lokalaugenschein, zu dem die ÖVP geladen hatte, erklärte Erich Fritsch, Geschäftsführer Ingenieurbüro Passer & Partner, dass an dem viel diskutierten Standort in der Rossau sehr wohl ein Grillplatz errichtet werden könne.

Die Experten Dietmar Gstrein und Erich Fritsch (v. l.) erklärten den Inns­brucker Gemeinderäten, ob sich das Areal als Grillplatz eignet.
© Fankhauser

Von Eva-Maria Fankhauser

Innsbruck – Ein Hektar grüne Wiese in der Rossau zwischen Autobahn, Golfareal und städtischer Kompostieranlage. Ein schönes Plätzchen, das vor Jahren als Teil einer großen Deponie genutzt wurde. Für Vize-BM Hannes Anzengruber (ÖVP) ist das der perfekte Ort für einen Grillplatz.

Die Standortdebatte erhitzt die Gemüter in der Stadtpolitik, wie berichtet, seit Wochen. Für die Grünen ist klar: Auf dem ehemaligen Deponie-Gelände ist kein Grillplatz möglich, das hätten die Ämter schon im Vorjahr geprüft.

Doch beim gestrigen Lokalaugenschein, zu dem die ÖVP geladen hatte, erklärte Erich Fritsch, Geschäftsführer Ingenieurbüro Passer & Partner, dass dort sehr wohl ein Grillplatz errichtet werden könne. Die Firma hat alle Sicherungsmaßnahmen seit 24 Jahren mitbetreut. „Meiner Meinung nach stellt ein Grillplatz dort keinerlei Gefahr oder Problem dar“, sagt Fritsch. Über das Gerücht, dass es, wenn ein Sonnenschirm in die Erde gesteckt werde, zur Explosion kommen könne, kann er nur den Kopf schütteln. „Hier liegen 80 Zentimeter Schüttmaterial über einer Tondichtungsmatte. Das schützt das darunterliegende System“. Durch Unterdruckleitungen und Drainagen werde das Methangas in die Kläranlage abgeleitet und dort abgefackelt. „Und sollte es doch zu einem Durchstoß kommen, dann wird die Außenluft in die Deponie abgesaugt, und nicht umgekehrt“.

Zudem erklärt Fritsch: „Auch ein Teil des Baggersees, der bestehende Grillplatz an der Rossauer Innpromenade oder das Golfareal sind auf der ehemaligen Deponie entstanden.“ Ihm zufolge ist dieses Areal sogar sicherer als jenes an der Innpromenade. Bei der Planung müsse man lediglich die sechs Schächte für den Zugang zu Wartungsarbeiten berücksichtigen. Das wäre laut Landschaftsplaner Dietmar Gstrein kein Problem.

„Für mich ist dieser Platz optimal – keine Anwohnerprobleme, ein großer, güns-tiger Parkplatz und eine 10-mal so große Fläche wie beim geplanten Grillplatz in Kranebitten“, sagt Anzengruber. Das Areal gehört zwar der Stadt Innsbruck, liegt aber auf Ampasser Gemeindegrund. „Der Ampasser Bürgermeis-ter unterstützt das Anliegen und auch der derzeitige Pächter wäre einverstanden.“


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