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Eindringlicher Ärzte-Appell: „Nicht auf Zuruf testen“

Sieben Mediziner warnen davor, andere Krankheiten zu vernachlässigen. Spitäler und Ordinationen seien Corona-sicher.

Prominent besetzte Pressekonferenz der Ärztekammer Oberösterreich – darunter auch Günter Weiss von der Med-Uni Innsbruck (rechts).

Linz – Das Coronavirus hat das Gesundheitssystem überrascht und überfordert. Ein schwerwiegender Nebeneffekt war, dass andere Krankheiten nicht behandelt wurden, weil es Zugangsbeschränkungen gab oder sich die Patienten wegen einer möglichen Corona-Infektion nicht trauten, ins Spital oder in die Ordination zu gehen.

Damit müsse Schluss sein, erklärten sieben prominente Mediziner bei einem gemeinsamen Auftritt gestern in Linz. „Wir haben viel gelernt“, und im Gesundheitssystem gebe es eine „neue Professionalität“, hieß es. Das Coronavirus werde sich zu den bestehenden Winterinfekten „dazugesellen“, sagte Franz Allerberger von der Agentur für Gesundheit (AGES) in Wien: „Es wird bleiben, damit müssen wir leben.“ Die Sterblichkeit sei in etwa doppelt so hoch wie bei der Grippe, aber Corona lasse sich bewältigen. Die ärztliche Versorgung müsse sichergestellt bleiben.

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