Geisler: Keine Alternative zum Hochwasserschutz im Unterland

Mit dem aktuellen Bericht des Landesrechnungshofs nimmt die Diskussion über den Hochwasserschutz im Unterinntal wieder Fahrt auf.

Ein 100-jährliches Hochwasser ist die große Gefahr im Unterland.
© Foto TT/Rudy De Moor

Innsbruck – Mit dem aktuellen Bericht des Landesrechnungshofs nimmt die Diskussion über den Hochwasserschutz im Unterinntal wieder Fahrt auf. Bekanntlich wird dort seit 15 Jahren geplant: Doch bei der Umsetzung des Hochwasserschutzes entlang des Inns geht nicht wirklich etwas weiter, obwohl mittlerweil­e bereits 10,4 Millionen Euro in die Planungen geflossen sind. Vor allem hakt es bei den Wasserverbänden. Sie müssten die Maßnahmen wie Dämme oder Überflutungsflächen umsetzen, um die Gefahren eines 100-jährlichen Hochwassers zu minimieren.

Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler (VP) will die Gemeinden weiter unterstützen.
© APA (Archiv)

Als Reaktion auf den Bericht des Landesrechnungshofs betont der zuständige Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler (VP), dass das Land Tirol die Gemeinden weiterhin mit aller Kraft bei der Umsetzung des Hochwasserschutzes für 2200 Gebäude in den Gefahrenzonen und alle Menschen, die darin leben und arbeiten, unterstützen wird. „Der Hochwasserschutz in einem so starken Wirtschafts- und Lebensraum ist eine groß­e Herausforderung und nur gemeinde­übergreifend möglich. Aus diesem Grund greifen das Land Tirol, aber auch der Bund den Gemeinden fachlich, organisatorisch und finanziell unter die Arme.“ Denn die Gefahr, die von Naturereignissen wie einem Hochwasser ausgehe, werde durch den Klimawandel nicht geringer.

Als positives Signal bezeichnet Geisler, dass sich im „mittleren Unterinntal“ jetzt alle 13 Gemeinden für einen Beitritt zum Wasserverband, der auch dort für die Realisierung des Hochwasserschutzes notwendig ist, ausgesprochen hätten. „Ich bin zuversichtlich, dass auch im ,unteren Unterinntal‘ der Wasserverband bald konstituiert werden kann und die Detailplanungen für den Hochwasserschutz bald starten.“ (pn)

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