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Sammelaktionen nicht möglich: Corona-Krise trifft Prutzer Nepal-Hilfe hart

Der Frizzey-Light-Verein kämpft derzeit um Spenden für Nepal. Aufgrund von Corona sind viele Sammelaktionen heuer nicht möglich.

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Der Prutzer Künstler Frizzey Greif kämpft derzeit gegen die bittere Armut in Nepal. Dort schlägt Corona besonders hart zu. Auch heuer hat er dort Hilfsgüter verteilt.
© Frizzey Light

Von Matthias Reichle

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Prutz – „Es bahnt sich eine größere Katastrophe in Nepal an als beim Erdbeben 2015“ – der Prutzer Friedensaktivist Frizzey Greif rechnet derzeit mit dem Schlimmsten. Seit den großen Beben reiste der Künstler und Menschenfreund jedes Jahr ins Land am Himalaya – und brachte Hilfsgüter dorthin, wo es am dringendsten fehlte. „Vergessene Dörfer“ nennt er die Siedlungen, an die sonst niemand zu denken scheint.

Die Corona-Pandemie ist für diese Regionen eine Katastrophe. „Nach Quarantänen, Flutkatastrophen, Monsun sowie Grenzsperren zu sämtlichen Destrikten wird die wirtschaftlich wichtigste Zeit im Herbst durch die Corona-Pandemie zusammenbrechen“, fürchtet Greif derzeit. Die überlebensnotwendigen Einkünfte für Sherpas und Tagelöhner aus dem Tourismus würden damit weitgehend wegfallen. Hunger, Obdachlosigkeit und Suizid wären an der Tagesordnung.

Das Frizzey-Light-Team unter der Leitung von Greifs Helfer vor Ort, Tshering Lama Sherpa, hatte heuer mehrere Soforthilfeaktionen gestartet und Essen, Kleidung und Schlafsäcke verteilt, unter anderem im Dhaulagirigebiet.

Aber auch Greifs Frizzey-Light-Verein leidet unter der Corona-Krise, denn Spenden zu lukrieren, wird schwieriger als in den letzten Jahren. Das traditionelle Frizzey Light Benefizevent – heuer zu Greifs 65. Geburtstag am 8. Oktober – fällt flach. „Corona-bedingt ist diese Veranstaltung leider nicht möglich, ebenso die unzähligen Filmvorträge in Schulen und diversen Veranstaltungen. Dadurch fehlen dieses Jahr mehr als 80.000 Euro.“ Sein Geburtstagswunsch: „Dass wir durch diesen Spendenaufruf vielen, vielen Menschen das Leben retten können.“

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Auch im kommenden Jahr soll es eine große Helptour geben, zu der der Künstler nach Nepal reisen wird. Dort werden zwei neue Schulen eröffnet. Geplant sind eine Frizzey-Light-School in Mugu sowie ein Blinden-Internat. „Die Menschen sind auf uns angewiesen.“ Mit 20 Euro könne eine fünfköpfige Familie einen Monat lang ernährt werden. Derzeit sucht man Spender und Sponsoren, die die Aktionen in Nepal weiter unterstützen, so Greif. Dazu wurden eigene Hilfspakete geschnürt.

Infos zum Verein unter www.frizzey-light.org. Ein Spendenkonto gibt es bei der Raiffeisenbank Oberland (IBAN: AT75 3635 9000 0102 8224).


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