Zum Start über 60 positive Corona-Fälle in Tirols Schulen

In Wörgl wurden gestern Schüler einer Klasse von einem mobilen Team getestet. Vorerst sind landesweit aber keine Schulen geschlossen.

Zum Schulstart gab es in Tirol bereits 64 positiv getestete Kinder. Schule wurde bisher keine geschlossen.
© APA

Innsbruck – Eine Woche ist das Schuljahr jetzt alt. Und während Corona überall zum neuen Alltag gehört, stand die Viruserkrankung in 51 Schulen am Stundenplan. An diesen Einrichtungen gab es in der ersten Woche jedenfalls positive Fälle. Bildungsdirektion und Land Tirol verweisen darauf, dass nur 0,07 Prozent aller Kinder und Jugendlichen positiv getestet wurden. Bildungsdirektor Paul Gappmaier sagt: "Die Situation wird von uns dennoch sehr ernst genommen."

Bisher seien "64 Schülerinnen und Schüler sowie fünf Lehrpersonen positiv getestet" worden, bestätigte das Land Tirol gestern. Das ist die eine Seite. Doch natürlich zieht jeder Fall deutlich weitere Kreise. Das zeigte sich auch in Wörgl. Am Freitagnachmittag lag der Bezirkshauptmannschaft Kufstein ein positiver Test einer zehnjährigen Schülerin des BRG Wörgl vor. Daraufhin wurden umgehend alle Maßnahmen eingeleitet sowie die Kontaktpersonen ermittelt. Insgesamt neun Schüler wurden deshalb isoliert. Eine Lehrperson soll zudem in Quarantäne sein.

Die restlichen 15 Schüler der Klasse können den Unterricht unter strengen Sicherheitsbestimmungen vorerst weiter besuchen. Sie wurden gestern gemeinsam mit den betroffenen Lehrern in der Schule von einem mobilen Screening-Team getestet. Die Ergebnisse waren gestern Abend allerdings noch ausständig.

Geschlossen ist in Tirol vorerst keine Schule. Einige wenige Klassen seien in Quarantäne. Die genaue Zahl war noch nicht verfügbar. Mit Verordnungen der Bildungsdirektion wurde in den vergangenen Tagen übrigens für sämtliche Schulen in den Bezirken Imst, Landeck, Innsbruck-Land, Schwaz, Innsbruck-Stadt und Kufstein die Schulampel auf "Gelb" gestellt.

Bundesweit gab es an Schulen bisher (Stand 18. 9.) 455 positive Corona-Fälle. Die meisten in Wien. (mw, wo)


Kommentieren


Schlagworte