Ermittlungen wegen Dopingverdachts bei Tour de France

Wegen Dopingverdachts bei einem Team der Tour de France hat die Staatsanwalt einem Bericht zufolge Vorermittlungen eingeleitet. Es seien zahlreiche Gesundheitsprodukte entdeckt worden, darunter Medikamente und in dem Zusammenhang auch Hinweise auf Doping, zitierte die französische Nachrichtenagentur AFP am Montagabend die Staatsanwaltschaft von Marseille. Zwei Mitglieder der Mannschaft Arkea-Samsic wurden demnach am Abend in Polizeigewahrsam genommen.

Bei Vorermittlungen wird geprüft, ob an den Vorwürfen etwas dran ist. Berichten zufolge hatte es vergangenen Mittwoch eine entsprechende Durchsuchung gegeben, die sich gegen mehrere Fahrer eines Teams richtete. Sie habe in der Nähe des Wintersportorts Meribel in den französischen Alpen stattgefunden, berichtete die französische Sportzeitung „L‘Équipe“. Dafür gab es von den Behörden zunächst keine Bestätigung.

Die Staatsanwaltschaft gab am Montagabend bekannt, dass es sich bei den zwei Festgenommene um Mitglieder der Mannschaft Arkea-Samsic handelt. Staatsanwalt Dominique Laurens erklärte in einem Statement, es würde sich um“einen kleinen Teil des Teams“ handeln und dass die zwei Festgenommenen „zum engen Umfeld des Hauptfahrers“ gehörten. Kapitän des Teams ist der Kolumbianer Nairo Quintana.

Quintana hatte zum Favoritenkreis der 107. Frankreich-Rundfahrt gehört, schloss das Rennen aber mit über einer Stunde Rückstand auf den slowenischen Sieger Tadej Pogacar auf Rang 17 ab.

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte