Literatur mit hohen Auflagen bei der „Langen Nacht" in Axams

Corona soll kein Hindernis für die hochkarätig besetzte Literaturnacht in Axams sein.

Raoul Schrott liest am 8. Oktober bei der „Langen Nacht der Literatur“ in Axams aus seinem Roman „Eine Geschichte des Windes“.
© Peter-Andreas Hassiepen

Axams – Drei Autorinnen, drei Lesungen, drei Orte. Mit diesem Konzept belebte der Verein Kultur.Werk vergangenes Jahr erfolgreich die „LiteraTour“ in Axams wieder. Fast 300 Literaturfans tourten durch das Dorf zu den Lesungen von Vea Kaiser, Doris Knecht und Judith W. Taschler. Initiatorin Dagmar Grohmann möchte heuer an diesen Erfolg anknüpfen. Mit Valerie Fritsch, Erika Wimmer Mazohl und Raoul Schrott konnte sie wieder renommierte AutorInnen für das Axamer Literaturformat gewinnen.

Die Corona-Krise und die damit einhergehenden Auflagen machten allerdings Änderungen im Konzept notwendig. „Absagen war eigentlich keine Option. Kunst kann uns helfen, mit schwierigen und herausfordernden Situationen fertig zu werden. Gerade, wenn alles drunter und drüber geht, ist Kunst etwas, das wir zum Überleben brauchen“, erklärt Grohmann. Und so wurde aus der LiteraTour die „Lange Nacht der Literatur“. Die Autorinnen und der Autor lesen nun am Donnerstag, 8. Oktober (19.30 Uhr), im Volkstheater Axams, für das ein Maßnahmenkonzept entwickelt wurde.

Valerie Fritsch, eine der spannendsten jungen Schriftstellerinnen des Landes, liest aus ihrem 2019 erschienenen Roman „Herzklappen von Johnson & Johnson“. Erika Wimmer Mazohl, Literaturwissenschafterin und Essayistin, präsentiert ihren Roman „Löwin auf einem Bein“, mit dem sie aktuell große Erfolge feiert. Raoul Schrott, einer der renommiertesten Protagonisten der deutschsprachigen Literaturszene, liest aus seinem Roman „Eine Geschichte des Windes“.

Bei allen drei Lesungen spielt das Thema „Reisen“ in unterschiedlichen Zusammenhängen eine Rolle – eine besonders treffende Auswahl in einem Jahr, in dem Reisen so beschränkt ist.

Musikalisch begleitet werden die Lesungen von Harald Pröckl, dem Leiter des Tiroler Ensembles für Neue Musik. Der vielseitige Musiker spielt auf dem Akkordeon.

„Wir stellen die Kultur-Ampel auf Grün im Wissen, dass unser Publikum mit Verantwortung und Verständnis die Schutzvorkehrungen mitträgt. Abstand, Mund-Nasen-Schutz und Hygiene bilden neben Kartenvorverkauf und personalisierten Sitzplätzen die Basis unseres Konzepts“, betont Grohmann.

Das Publikum wird gebeten, Karten (25 Euro) für die Veranstaltung im Vorverkauf zu erwerben. Die Reservierung ist telefonisch unter 0676/3571824 oder per Mail an info@kultur-werk-axams.at möglich. (dd)


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