Admira setzt nach katastrophalem Ligastart auf Coach Buric

Fußball-Bundesligist Admira ist auf der Suche nach einem neuen Trainer bei einem alten Bekannten fündig geworden. Damir Buric wurde am Dienstag als Nachfolger von Zvonimir Soldo, der vergangene Woche sein Amt überraschend niedergelegt hatte, sowie von Interimscoach Patrick Helmes präsentiert. Der 56-jährige Kroate war bereits 2017 rund neun Monate lang Coach der Südstädter und hatte den Club in der Folge in Richtung des deutschen Zweitligisten Greuther Fürth verlassen.

Zuletzt war Buric vertragslos. Seine letzte Station war ein mehrmonatiges und im Dezember 2019 zu Ende gegangenes Gastspiel bei Hajduk Split. Bei der Admira wartet auf ihn eine schwierige Aufgabe. Mit einem 1:4 bei Rapid sowie Heim-0:5 im Niederösterreich-Duell mit St. Pölten am Sonntag ist der Liga-Saisonstart komplett in die Hose gegangen. Zuletzt war bereits Helmes für das Team verantwortlich, konnte sich dabei aufgrund eines defensiv extrem schwachen Auftritts aber nicht für eine Weiterverpflichtung empfehlen.

Buric weiß, wie man mit der Admira - für ihre Verhältnisse - erfolgreich sein kann. Im Jänner 2017 hatte er die Nachfolge von Oliver Lederer angetreten und den Club ins ÖFB-Cup-Halbfinale sowie zu Endrang sechs in der Meisterschaft geführt. Nach sieben Runden 2017/18 ereilte ihn dann der Ruf aus Fürth.

„Wir sind froh und glücklich, dass der Erfolgstrainer zum FC Admira zurückkehrt. Damir kennt den Verein sehr gut - und genau so jemanden brauchen wir in unserer jetzigen Situation. Wir sind daher sehr dankbar, dass wir ihn für den Club gewinnen konnten, uns konnte nichts Besseres passieren“, sagte Sport-Geschäftsführer Franz Wohlfahrt. Am Dienstagnachmittag leitete Buric bereits seine erste Trainingseinheit in der BSFZ-Arena.

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„Ich habe mich gleich entschieden herzukommen, weil die Admira für mich schon eine Herzensangelegenheit ist. Ich wollte einfach der Admira helfen“, sagte Damir Buric gegenüber dem ORF. In der Südstadt hofft man nun darauf, dass der Kroate an seine erfolgreiche Zeit anschließen kann. „Es nährt die Hoffnung bei uns, dass er das, was er damals geschafft hat, ein zweites Mal vollbringen kann“, verlautete Felix Magath, Head of Flyeralarm Global Soccer.

Noch nicht mit von der Partie war Innenverteidiger Lukas Rath, den die Südstädter am Dienstag ablösefrei verpflichteten und mit einem Einjahresvertrag ausstatteten. Vor seinem Trainingsstart muss ein negatives Corona-Testergebnis vorliegen. Wie Wohlfahrt anmerkte, soll Rath als Führungspersönlichkeit auftreten. „Vor allem seine Erfahrung aus zwölf Jahren Bundesliga gibt unseren jungen Spielern weitere Unterstützung und Sicherheit“, meinte der Ex-Goalie über den 28-Jährigen.

Ersetzen soll Rath auch Christoph Schösswendter. Mit dem Abwehr-Routinier wird nicht mehr geplant, wie nach einer internen Sitzung der Vereinsverantwortlichen am Dienstag verlautet wurde. Details wurden nicht genannt.

Ex-DFB-Teamspieler Helmes rückt ab sofort wieder zurück auf den Posten des Cheftrainers der in der Regionalliga Ost engagierten Juniors-Mannschaft der Maria Enzersdorfer, die am Freitag den SV Leobendorf empfängt. Für Buric wird es zwei Tage später (14.30 Uhr) ernst, wenn das als einziges Ligateam punktlose Schlusslicht in der dritten Meisterschafts-Runde bei der Wiener Austria gastiert.


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