China wirft USA Behinderung im Kampf gegen Klimawandel vor

China hat den USA vorgeworfen, den Kampf gegen die Klimakrise „ernsthaft zu behindern“. Durch ihren Rückzug aus internationalen Klimaschutz-Abkommen hätten die USA „ihre Pflicht zur Begrenzung der Emissionen“ verfehlt und weigerten sich, „Mindestmaßnahmen zum Schutz der Erde zu ergreifen“, sagte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums am Mittwoch in Peking.

Die US-Regierung hatte unter Präsident Donald Trump dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 den Rücken gekehrt und Umweltschutzregularien aufweichen lassen. Der chinesische Staatschef Xi Jinping hatte am Dienstag bei der Generaldebatte der UNO-Vollversammlung erklärt, China wolle bis zum Jahr 2060 klimaneutral werden. China ist der weltgrößte Verursacher von Treibhausgasen und für rund ein Viertel des weltweiten Ausstoßes verantwortlich. Die Regierung in Peking setzte sich nun erstmals ein Datum für Klimaneutralität. Die Europäische Union hat als Ziel für eine CO2-Neutralität das Jahr 2050 ausgegeben.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begrüßte Chinas Ankündigung am Mittwoch. „Das ist ein wichtiger Schritt in unserem weltweiten Kampf gegen den Klimawandel im Rahmen des Pariser Abkommens“, schrieb sie im Onlinedienst Twitter. „Wir werden mit China an diesem Ziel arbeiten. Aber es bleibt noch viel zu tun.“

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