Flaute bei Airbnb bringt in Innsbruck noch wenig Wohnungen auf den fixen Mietmarkt

So mancher Besitzer rüstet in der Corona-Krise von Airbnb auf fixes Vermieten um – wirklich viele sind es aber nicht.
© Getty Images

Innsbruck – Wer derzeit über Airbnb eine Unterkunft in Innsbruck sucht, findet über 1000 Angebote – teils im Preis reduziert wie in anderen Ländern, Covid-bedingt. Fakt ist, dass die Pandemie die Nachfrage sinken lässt, weil internationale Gäste – nicht zuletzt wegen der jüngsten Reisewarnungen – ausbleiben.

Die Hoffnung, dass damit eine größere Anzahl von Wohnungen auf den fixen Mietmarkt kommt ist allerdings nur bedingt neue Realität: „Es ist spürbar, dass zuletzt etwas mehr Wohnungsbesitzer von Airbnb auf dauerhaftes Vermieten umgerüstet haben, aber wirklich übermäßig viele sind es noch nicht“, sagt Arno Wimmer, Obmann-Stv. der Immobilienmakler. Wohnungen, die bis dato auf dem Airbnb-Markt zur Verfügung standen werden nun teils regulär vermietet – drei Jahre gelten per Gesetz als Mindestbefristung.

Die Makler gehen davon aus, dass es von der Dauer der Pandemie abhängig ist, ob noch mehr Airbnb-Wohnungen auf den Mietmarkt kommen werden oder nicht. Das hängt auch davon ab, ob Besitzer die Immobilie über Kredit finanziert und damit Raten zu stunden haben oder nicht. Unabhängig davon kommen auch bei leeren Wohnungen Fixkosten, die gedeckt werden müssen, zum Tragen. Verdienen lässt sich für die Besitzer in jedem Fall weniger, wenn die Flächen fix vermietet werden – in Innsbrucks angespannten Mietmarkt wäre jede freie Wohnung aber ein Gewinn für die Allgemeinheit. (lipi)

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