Innsbrucks vergrabener Schatz: Kanalisation der Stadt saniert

Die IKB investierten 92 Mio. in die Kanalisation und verbesserten den Hochwasserschutz. Mit dem Abschluss der Arbeiten ist das Kanalisationsnetz nun am neuesten Stand der Technik.

Bei den Kanalsanierungsarbeiten wurde eine Zugmaschine in die Baugrube gelassen, die sich dann unterirdisch vorarbeitete. (Archivfoto)
© Denise Daum

Von Denise Daum

Innsbruck – Ein wahres Großprojekt haben die Innsbrucker Kommunalbetriebe dieser Tage zum Abschluss gebracht. 14 Jahre dauerte die Kanaloffensive in der Stadt Innsbruck, das Investitionsvolumen lag bei 92 Millionen Euro. „Innsbruck hat nach Wien die zweitälteste Infrastruktur“, begründet IKB-Vorstandsmitglied Thomas Pühringer die Entscheidung, sich der teils 100 Jahre alten Kanalisation im großen Stil anzunehmen.

62 Kilometer wurden in den vergangenen Jahren saniert. Mehr als die Hälfte der Arbeiten wurde mit der innovativen Maulwurf-Methode absolviert. Dank des grabenlosen Rohrvortriebs entsteht deutlich weniger Lärm- und Staubbelastung. Ausgehend von einer Startgrube arbeitet sich der Maulwurf unterirdisch voran.

Mit dem Abschluss der Arbeiten ist das Kanalisationsnetz nun am neuesten Stand der Technik und entspricht den aktuellen Richtlinien zum Gewässerschutz. „Wir stehen in Innsbruck auf einem wahren Schatz von Rohren. Das Kanalsystem gibt der Bevölkerung Sicherheit und sorgt dafür, dass Oberflächenwässer verlässlich abtransportiert werden“, sagt Bürgermeister Georg Willi.

Hochwasserschutz bleibt auch in den nächsten Jahren ein Thema. „Der Klimawandel hat bereits zu enormen Veränderungen geführt“, erklärt Thomas Pühringer und verweist auf die Zunahme von Starkregenereignissen. Daher werden bereits seit Längerem schon Versickerungsanlagen und Retentionsräume geschaffen. Die optimale Gestaltung von Oberflächen werde in den nächsten Jahren enorm an Bedeutung gewinnen, so Pühringer.

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Altstadtbaustelle im Plan

Innsbruck – Vor etwas mehr als drei Monaten haben die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) mit der Sanierung der über 100 Jahre alten Trinkwasserleitungen in der Altstadt begonnen. Mit den Arbeiten liegt man voll im Kostenplan, sagt IKB-Vorstand Thomas Pühringer. Bislang schreiten die Arbeiten sogar schneller als geplant voran. Bis zum vorübergehenden Abbau der Baustelle im November werden jedenfalls die Kiebach- und die Pfarrgasse fertiggestellt. „Die Mitarbeiter bemühen sich sehr. Wir werden auch immer wieder von Anrainern und Betrieben gelobt“, sagt Pühringer. (dd)


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