Kufsteiner Bürgermeister wegen Forst in der Kritik

Die Rückholung des Kufsteiner Forstdienstes von den Stadtwerken ins Rathaus löst Diskussionen aus.

Das Kaisertal ist ein Naturjuwel, das nach dem Willen des Bürgermeisters mehr geschont werden soll.
© Caroline Hechenberger

Kufstein – Die Ankündigung von Bürgermeister Martin Krumschnabel, die Forstabteilung von den Stadtwerken weg wieder zurück ins Rathaus zu holen und den Wald im Kaisertal längerfristig gesehen nicht mehr zu bewirtschaften, wird in der Kommunalpolitik unterschiedlich aufgenommen. Damit reagierte der Stadtchef auf Kritik der Grünen an einem „forstwirtschaftlichen Ausverkauf des Kaisertals“ und der Forderung, die Rückholung des Forstdienstes zu prüfen. Zustimmung gibt es von Stadtrat Walter Thaler (GKL) und Vizebürgermeister Hannes Rauch (ÖVP), aber auch Kritik von Thaler am Stadtchef: „Vor Kurzem ging es ihm beim Verkauf eines Teils der Kaisertaljagd noch um Gewinnoptimierung, jetzt plötzlich um den Naturschutz. Das ist lächerlich“, meint Thaler.

Bekanntlich wurde der Plan, einen Teil der städtischen Kaisertal-Jagd den Stadtwerken zu verkaufen, ad acta gelegt. Das kreidet auch Richard Salzburg (ÖVP) Krumschnabel an: „Die Fähigkeit des Bürgermeisters, in seinen politischen Ansichten 180-Grad-Wendungen zu vollführen, ist tatsächlich bestechend. Ich hoffe, der Wind dreht sich nicht noch einmal vor den maßgeblichen Sitzungen“, sagt Salzburger. Bürgerliste Steiner und SPÖ bleiben vorerst abwartend. (wo)

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