Baumaßnahmen für das Kraftwerk im Ötztal schreiten voran

Bagger holen bei Habichen das vom Berg herausgesprengte Material aus dem späteren, 860 Meter langen Druckwasserstollen.
© Parth

Von Thomas Parth

Umhausen, Oetz – Noch knapp vor Corona starteten die Baumaßnahmen für das Kraftwerk an der Ötztaler Ache zwischen dem Umhauser Ortsteil Tumpen und der Oetzer Fraktion Habichen, die TT berichtete. Mittlerweile laufen sowohl der Vortrieb für den Druckwasserstollen als auch alle Begleitmaßnahmen auf Hochtouren. „Etwa die Hälfte des 860 Meter langen Stollens ist bereits geschafft“, verkündet Klaus Mitteregger von der Tiwag. Damit liege der Bau im Zeitplan, trotz des Lockdowns, der nur die nötigsten Arbeiten zuließ. „Im Hochwasserfall möchte man nicht mit offener Baugrube dastehen“, verdeutlicht Mitteregger: „Die Bauzeiten sind durchdacht und legen speziell auf den Bereich Sicherheit großen Wert.“

In Habichen wird aktuell am Unterwasserkanal gearbeitet. Und für das Krafthaus werden alle Vorbereitungen getroffen. Der technische Leiter der Tiwag, Mitteregger, rechnet bis Ende November mit dem Durchstich im Stollen: „Wir haben rund 20 Leute am Stollen und zirka 50 Leute auf der gesamten Baustelle. Der Vortrieb erfolgt auf konventionelle Weise durch Sprengungen. Bis in acht Wochen soll der Vortrieb beendet sein.“

Die guten baulichen Fortschritte lassen die Politik – die Gemeinden Umhausen und Oetz sind mit der Tiwag und der Baufirma Auer am Kraftwerksprojekt beteiligt – auf eine Punktlandung hoffen. „Das Ziel, 2022 ans Netz zu gehen, wird nicht aus dem Auge gelassen“, bekräftigt etwa der Oetzer Bürgermeister Hansjörg Falkner. Sein Amtskollege in Umhausen, Jakob Wolf, ist ebenfalls zuversichtlich, den Termin halten zu können. „Sein kann immer etwas, wie wir beim Lockdown gesehen haben“, zeigt sich Klaus Mitteregger gelassen und hält selbst juristische Hürden noch für „möglich, aber sehr im theoretischen Bereich“.

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