Solidarität für Ischia, nicht für Zoller-Frischauf

Mit dem Rücktritt von Karl Ischia als Innsbrucker Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer zeigen sich nicht alle einverstanden. Michael Carli, Sprecher der Grünen Wirtschaft, fordert den Rücktritt von Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf im Streit um den Ausbau der Wasserkraft in Tirol.

Karl Ischia.
© Thomas Böhm

Mit dem Rücktritt von Karl Ischia als Innsbrucker Bezirksstellenobmann der Wirtschaftskammer zeigen sich nicht alle einverstanden. In den sozialen Medien erfuhr der Ex-Kämmerer gestern für seine getätigte Aussage durchaus auch Zustimmung. Wie berichtet, hatte Ischia seinem Ärger über die vorverlegte Sperrstunde (22 statt 1 Uhr) mit einem Vergleich Luft gemacht. Anstatt ausländischer Clubs, in denen sich das Coronavirus nach Mitternacht verbreitet habe, so Ischia, müssten nun Betriebe früher zusperren, die penibel testen und sich an alle Sicherheitsvorkehrungen halten würden. Ischia hatte damit den Rassismus-Vorwurf picken, auch Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser bezeichnete einen Rücktritt Ischias als „alternativlos“. Auf Facebook solidarisierten sich gestern Innsbrucker Wirtschaftstreibende und aktive wie ehemalige Kammerfunktionäre mit Ischia. Darunter Meinungsforscherin und Ex-VP-Gemeinderätin Barbara Traweger-Ravanelli, Hotelierin Sonja Ultsch, Märkte-Branchensprecher Ossi Lerch, Gemeinderat Gerald Depaoli oder Ex-Funktionär Bernhard Schösser.

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Apropos Rücktritt: Den fordert der Sprecher der Grünen Wirtschaft Michael Carli von Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf im Streit um den Ausbau der Wasserkraft in Tirol. Zoller-Frischauf fordert ein klares Bekenntnis zur Wasserkraft, ihr Sager von den Kartoffelbatterien im Zusammenhang mit dem Gesetz für die erneuerbaren Energien stelle einmal mehr unter Beweis, dass die Landesrätin eindeutig die Falsche für die Wirtschaft sei. „Mit der Betonierermentalität aus der Mitte des 20. Jahrhunderts ist die Zukunft, auch die wirtschaftliche Zukunft dieses Landes nicht zu meistern.“ Für den grünen Klubchef Gebi Mair ist es an der Zeit, Projekte in Angriff zu nehmen, anstatt sich in Uralt-Phrasen zu verlieren.

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In der ÖVP-Bundesratsriege kommt es zu einem Wechsel: Der Pressesprecher der Tiroler Volkspartei, Sebastian Kolland, löst Klara Neurauter (Seniorenbund) ab. (mami, pn)


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