Profi-Kletterer Alexander Megos: Den „Schleier“ nach drei Jahren gehoben

Dass der Schleierwasserfall jener Ort am Wilden Kaiser ist, an dem man die besten Chancen hat, Profi-Kletterern zuzusehen, ist kein Geheimnis.

Kletter-Profi Alex Megos am Schleierwasserfall.
© TVB Wilder Kaiser/Michael Meisl

Going – Dass der Schleierwasserfall jener Ort am Wilden Kaiser ist, an dem man die besten Chancen hat, Profi-Kletterern zuzusehen, ist kein Geheimnis. Seit vergangener Woche ist die Liste der Kletter-Stars, die hier Routen begangen haben, um einen gewichtigen Namen reicher: Alexander Megos, 27-jähriger Profi-Kletterer aus dem deutschen Erlangen.

Alex Huber, der Jüngere der „Huber-Buam“, ist für Alex Megos untrennbar mit dem „Schleier“ verbunden: „Als ich zehn Jahre alt war, kam Alex Huber für einen Vortrag nach Erlangen. Davon habe ich ein signiertes Poster“, verrät Megos. „Mit der ‚weißen Rose‘ und ‚Open Air‘ hat Alex Huber hier am ‚Schleier‘ einige der damals weltweit schwierigsten Routen begangen, das hat mich schon immer sehr beeindruckt.“

"Haben bisher in meiner Sammlung gefehlt“

Kein Wunder, dass der Wilde Kaiser also schon länger auf der Liste von Megos stand: „Die Wände am Schleierwasserfall haben mir bisher noch in meiner Sammlung gefehlt“, erzählt er beim „Aufwärmen“ am Schleier. „Aufwärmen“ bedeutet für ihn übrigens, nach einer Runde Yoga am Badeteich in Going mal nebenbei drei 7c-Routen zu bezwingen.

Entschieden hat er sich für die Route „Lichtjahre“, die laut dem ehemaligen Eiskletter-Weltmeister Markus Bendler seit zirka drei Jahren niemand mehr geklettert ist, nachdem Teile davon ausgebrochen sind. Aber Alexander Megos braucht weder gewohnten Fels noch eine intakte Route: Beim dritten Versuch hat der Kletter-Profi die Route „Lichtjahre“ bezwungen und so die Klettergeschichte am Schleierwasserfall um ein Kapitel bereichert. „Ich würde die Route in ihrem jetzigen Zustand am oberen Ende einer 8c+ einordnen“, erzählt Megos, der verspricht wiederzukommen. (TT)

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