LASK mit 7:0 gegen Dunajska Streda ins EL-Play-off

Der LASK hat die erste Hürde auf dem Weg in die Fußball-Europa League mit Bravour hinter sich gebracht. Die Linzer bezwangen den chancenlosen slowakischen Tabellenführer Dunajska Streda in der dritten Qualifikationsrunde am Donnerstag nach einer Torgala daheim mit 7:0 und feierten damit ihren höchsten Sieg im Europacup überhaupt. Im Play-off um den Aufstieg in die lukrative Gruppenphase trifft der LASK nun am kommenden Donnerstag auf Sporting Lissabon oder Aberdeen.

Die Mannschaft von Cheftrainer Dominik Thalhammer ließ von Beginn an keine Zweifel an ihren Ambitionen. Marko Raguz (6., 16.) brachte die Linzer mit seinen Europacup-Toren sieben und acht früh voran. Kurz nach der Pause legte Petar Filipovic (47.) nach, ehe sich Dunajska Streda mit Rot für Cesar Blackman (48./Foulspiel) selbst schwächte. Peter Michorl (51.), Andreas Gruber (53.) und Husein Balic (55.) trafen dann binnen weniger Minuten scheinbar nach Belieben. Der eingewechselte Thomas Sabitzer (77.) besorgte den Endstand. Das Play-off wird in einem Spiel entschieden, der LASK muss auswärts antreten.

Der LASK schloss vor leeren Kulissen nahtlos an die starken Auftritte im Europacup in der vergangenen Saison an. Thalhammer brachte wie erwartet seine aktuelle Stammelf. Filipovic kehrte zurück, nachdem der Verteidiger beim 1:1 gegen Wattens am Wochenende angeschlagen gefehlt hatte. Und die Linzer starteten wie aus einem Guss: Dunajska Streda hatte alle Hände voll zu tun und kam kaum in einen geordneten Spielaufbau. Schon in der 3. Minute tauchte Balic gefährlich im Strafraum der Südslowaken auf, drei Minuten später war die Linzer Führung da. Nach einem Einwurf fand Michorl mit einer weiten Flanke Raguz. Während die Gäste noch vergeblich Abseits reklamierten, vollendete der 22-Jährige elegant.

Am Spiel der Athletiker war auch in Folge nichts auszusetzen. Der LASK agierte im Stil eines Favoriten und wollte sichtlich nachsetzen. Im Unterschied zur Meisterschaft fielen auch die Tore. Raguz traf den Ball nach einer Gruber-Hereingabe technisch fein per Dropkick, Dunajska Stredas Torhüter Martin Jedlicka war erneut geschlagen. Dem nicht genug, hätte Österreichs U21-Teamstürmer fast noch einen lupenreinen Hattrick geschafft. Bei der vermeintlich einfachsten Übung, einem Kopfball aus fünf Metern nach einem Eckball, verfehlte Raguz aber das Gehäuse (22.).

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Der LASK ging es dann zunächst ökonomischer an. Dunajska Streda tauchte durch Marko Divkovic erstmals gefährlich vor Alexander Schlager auf, der kroatische Stürmer brachte nach seinem Antritt aber nur noch einen Roller zustande (27.). Kurz vor der Pause deuteten die mit neun Legionären eingelaufenen Slowaken einige Male ihre Gefährlichkeit an, die Thalhammer-Elf hatte die Partie aber im Griff.

Bis zur endgültigen Entscheidung dauerte es nach Seitenwechsel nicht lange. Filipovic köpfelte zunächst nach einem Michorl-Eckball ein. Blackman agierte eine Minute später dann viel zu unbeherrscht und sah nach einem Tritt gegen Rene Renners Knie glatt Rot. Der LASK war dann an Effizienz kaum zu überbieten. Michorl zentral von der Strafraumgrenze mit einem Schuss ins Kreuzeck, Gruber nach Vorarbeit von Raguz und Balic mit einem Flachschuss aus etwas mehr als 20 Metern schossen ihre Treffer scheinbar mühelos. Balic traf danach noch die Stange.

Thalhammer konnte nach einer Stunde Spielzeit mit Filipovic und Gruber bereits Kräfte schonen. Der eingewechselte Dominik Reiter ließ seine Chance noch aus, mit Sabitzer schlug dann ein anderer „Joker“ zu. Am Sonntag trifft der LASK zu Hause auf den WAC, ehe es international wieder in die Ferne geht.


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