Der Almkäse kam mit dem Skidoo zur Olympiade in Galtür

Bis 2019 war es ein großes Kultfest der Regionalität. Das Erlebnis rund um das kulinarische Schmankerl Almkäse lockte mehr als 3000 Fans ins Galtürer Sport- und Kulturzentrum.

Almkäse-Olympiade im Zeichen von Corona: Sophie Sonderegger, Martin Wagner (Landjugend) sowie Frieda Eliskases-Lechner (v. l.) trugen ebenso Maske wie die Dreikäsehoch-Skulptur.
© Wenzel

Galtür – Bis 2019 war es ein großes Kultfest der Regionalität. Das Erlebnis rund um das kulinarische Schmankerl Almkäse lockte mehr als 3000 Fans ins Galtürer Sport- und Kulturzentrum.

Gestern Samstag war alles anders. Corona-bedingt konnte Bürgermeister Toni Mattle nur die Jury, die Landjugend, Diakon Karl Gatt sowie einige Senner zur 26. Almkäseolympiade willkommen heißen. Zudem lagen 30 Zentimeter Neuschnee im Dorf. So kam es, dass ein einheimischer Senner seine Käselaibe nur mit dem Skidoo von der Alm zum Jury-Tisch liefern konnte.

Immerhin hatte das Jury-Team 206 Produkte von 82 Almen zu bewerten – aus Tirol, Südtirol, Vorarlberg, Salzburg, der Schweiz und Liechtenstein. Senner aus dem Allgäu verzichteten diesmal auf eine Teilnahme. Der Aufwand für Kommunikation sei besonders groß gewesen, „weil es viele Dinge abzuklären und zu besprechen gab“, verrieten Martin Wagner und Sophie Sonderegger vom Organisationsteam.

„Am meisten Punkte gibt es bei der geschmacklichen Bewertung“, erläuterte die Jury-Vorsitzende Frieda Eliskases-Lechner. Das Qualitätsniveau werteten sie und ihr Kollege Klaus Dillinger als „hervorragend“. Wermutstropfen für Konsumenten: Zu kaufen gibt es die Schmankerln heuer meist nur direkt beim Senner.

Den Tagessieg in der Kategorie Hartkäse holte sich Johann Schönauer (Schönangeralm, Wildschönau) mit 19 Punkten. Der beste Schnittkäse, ebenfalls 19 Punkte, kam von Schweizer Senner Säm­i Raschle. (hwe)


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