Physische und psychische Gewalt: Podcast über die Heimerziehung in Tirol

Das Gemeindemuseum Absam wirft in seinem aktuellen Podcast unter dem Motto „30 Jahre danach: Heimerziehung“ einen Blick in die oft verdrängte Vergangenheit von Missbrauchsopfern.

(Symbolbild)
© Will Francis on Unsplash

Absam – Das brisante Thema Heimerziehung und ihre Folgen beschäftigt die Tiroler Gesellschaft und Politik – und natürlich vor allem die Betroffenen selbst – bis heute. Im Oktober soll der Tiroler Landtag, wie berichtet, einen Verjährungsverzicht bei Klagen von Missbrauchsopfern in ehemaligen Erziehungsheimen des Landes beschließen.

Das Gemeindemuseum Absam wirft in seinem aktuellen Podcast unter dem Motto „30 Jahre danach: Heimerziehung“ einen Blick in die oft verdrängte Vergangenheit.

🎙️ | Zu hören ist der Podcast hier:

Schon Ende der 1970er-, Anfang der 1980er-Jahre hatte der bekannte Absamer Journalist und Komponist Bert Breit (1927–2004) in einer Reportage die Dimensionen der physischen und psychischen Gewalt in der öffentlichen Heimerziehung dokumentiert. Ausschnitte aus dieser umfangreichen Dokumentation sind im Podcast zu hören. Gelesen haben Johann Nikolussi und Rainer Egger, die Musik stammt von Bert Breit.

Absam selbst war im 20. Jahrhundert übrigens gleich zweimal als Standort für eine Großerziehungsanstalt im Gespräch: Als Ersatz für das baufällige Landeserziehungsheim Kleinvolderberg wurden die Andreas-Hofer-Kaserne und später der Gutshof Gaislöd diskutiert. Doch wie anderswo scheiterten diese Pläne, Kleinvolderberg wurde – wie St. Martin in Schwaz und andere Landeserziehungsheime – erst Anfang der 90er-Jahre aufgelassen. (TT)


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