Tourismus: Rekord-Werbeoffensive und ein Trapezakt im Winter
Trotz Ampel-Alarm und Reisewarnungen geben sich Chefs von Österreich Werbung und Tirol Werbung optimistisch – auch für Corona-Schnelltests.
Von Alois Vahrner
Innsbruck, Wien – Zuerst der abrupte Lockdown mitten auf dem Weg zu einem Rekord-Winter, dann von Mitte März bis Ende Mai zweieinhalb Monate Totalausfall, gefolgt von einer sukzessive besser gelaufenen Sommersaison, jetzt die Corona-Ampel auf Orange und Gelb in vielen Tourismusregionen und sich fast täglich häufende Reisewarnungen (jetzt auch noch aus Deutschland) verschiedener europäischer Länder: Über dem touristischen Herbst und vor allem der kommenden Wintersaison stehen sehr viele Fragezeichen.
„Der kommende Winter wird wegen seiner überragenden Bedeutung vor allem in Tirol entscheidend“, betonen Österreich-Werbung-Chefin Petra Stolba und der Geschäftsführer der Tirol Werbung, Florian Phleps, im Video-Doppelinterview mit der TT. Österreich stelle die Hälfte des gesamten alpinen Wintertourismus und in Österreich wiederum habe Tirol mit Abstand den größten Marktanteil. Dass es nun Regeln für den Wintertourismus gebe, ist für Stolba und Phleps sehr positiv. Fest stehe aber, dass die aktuell zu hohen Infektionszahlen in den kommenden Wochen nach unten gebracht werden müssen. Mit orangen Ampeln (derzeit mit Innsbruck, Kufstein, Landeck und Schwaz gleich in vier Bezirken) und Reisewarnungen seien massive Ausfälle nicht zu verhindern.