Überraschung in Schwoich: Antrag für Baurestmassendeponie zurückgezogen

Der Plan, in einem Steinbruch eine Baurestmassendeponie zu errichten, hatte die Bewohner des Dorfes auf die Barrikaden getrieben.
© Hrdina

Schwoich – Überraschung für Gemeinde und die Bürgerinitiative: Die Firma Rohrdorfer Umwelttechnik GmbH hat den Antrag für die äußerst umstrittene Baurestmassendeponie in Schwoich wieder zurückgezogen. Das bestätigte die Verhandlungsleiterin des Landes gegenüber Bürgermeister Peter Payr. Warum dies geschehen sei, wisse weder er noch das Land Tirol. Auch Armin Hofreiter von der „Bürgerinitiative Schwoich – Nein zur Baurestmassendeponie“ war vom Büro der Landesvolksanwältin informiert worden.

Aus der Deponie steht noch nicht fest

Von der Firma Rohrdorfer war gestern niemand erreichbar. Der Plan, in einem Steinbruch eine Baurestmassendeponie zu errichten, hatte die Bewohner des Dorfes auf die Barrikaden getrieben. Besonders, da ursprünglich die Ablagerung von Asbest geplant war. Auch die Zusicherung, doch kein Asbest abzulagern, war der BI zu wenig. Zum einen sei dies nur eine Willenserklärung ohne Rechtssicherheit, zum anderen wären genügend andere Giftstoffe verblieben. „Leider muss man so realistisch sein, dass dies nur ein Teilerfolg war. Es kann schließlich jederzeit wieder ein neuer Antrag eingebracht werden.“ Auch für Bürgermeister Payr steht das Aus für die Deponie damit noch nicht fest. (wo)


Kommentieren


Schlagworte