Felssturz auf Reschenstraße verzögert Sanierungsprojekt der Festung Nauders

Aus der Felswand oberhalb der Festung Nauders lösten sich heuer zweimal Gesteinsbrocken, die unweit der Reschenstraße landeten.
© Wenzel

Nauders – „Einer der Felsbrocken landete nur 30 Zentimeter neben der Fahrbahn“, schilderte Karl Ploner, Vizebürgermeister von Nauders und Obmann des örtlichen Museumsvereins. Eigentlich wollte der Verein im Sommer die begonnene Dachsanierung der Festung Nauders fertigstellen. „Aber wir müssen warten, bis die Felswand oberhalb der Festung gesichert ist.“ Die Steine flogen über die 1834–1840 erbaute Festungsanlage, die der Verein als Museum nutzt. „Die Ereignisse zeigen, dass wir es mit Gefahr in Verzug zu tun haben.“ Bei einem Gespräch mit dem zuständigen Regierungsmitglied LHStv. Josef Geisler habe ihm dieser eine Lösung zugesagt, so Ploner,

Im Zuge einer geologischen Prüfung sei der Umfang des Sanierungsprojekts festgestellt worden: Auf einer Fläche von rund 1500 Quadratmetern oberhalb des historischen Objekts müssten Fangnetze errichtet werden. Der Kostenpunkt soll bei rund 180.000 Euro liegen.

In der Abteilung Straße und Verkehr laufen die Vorbereitungen zur Felssicherung, wie Robert Zach auf TT-Anfrage bestätigte. „Das geologische Gutachten liegt uns vor. Die Montage der nötigen Schutzeinrichtung ist für das kommende Jahr geplant.“ Das Land sei bereit, den Großteil der Kosten zu übernehmen. Einen kleinen Anteil soll die Gemeinde Nauders beisteuern, so Zach. Übrigens: Bei der Verkehrsfreigabe der Niklas-Galerie (5 Mio. Euro) unweit der Festung dürfte Geisler im Juni 2016 ein kleiner Irrtum unterlaufen sein, wie sich die Nauderer erinnern. Beim Festakt erklärte er, „mit der Verbauung des letzten steinschlaggefährdeten Abschnitts ist die Reschenstraße nach menschlichem Ermessen sicher geworden“. (hwe)

TT-ePaper testen und eine von 150 Jahres-Vignetten gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.


Kommentieren


Schlagworte