"FloMobil" der Stadtwerke: Imst fährt auf Wörgler E-Auto-Verleih ab

38 Elektroautos in 21 Tiroler Gemeinden fahren mit dem „FloMobil“ der Wörgler Stadtwerke. Jetzt ist auch Imst auf den Geschmack gekommen.

BM Stefan Weirather und GR Norbert Praxmarer (v. l.) haben bereits persönlich das E-Carsharing „FloMobil“ getestet.
© Stadt Imst

Von Thomas Parth

Imst, Wörgl – Der Obmann des Umwelt-, Energie- und Naturschutz-Ausschusses in Imst, GR Norbert Praxmarer, müht sich seit Jahren, eine ökologische Bewusstseinsveränderung in Imst herbeizuführen: „Durch Corona war zu befürchten, dass die Bemühungen auf die lange Bank geschoben werden müssen. Das war aber nicht der Fall. Sowohl politisch, alle Beschlüsse wurden im Ausschuss sowie im Gemeinderat einstimmig gefällt, als auch fördertechnisch sieht momentan alles gut aus.“ Somit rollt seit Anfang September das erste „FloMobil“ im Testbetrieb durch die Imster Gassen. „15 Bedienstete des Stadtamts haben sich bereits für das E-Carsharing angemeldet“, lobt Praxmarer, dass die Stadtverwaltung mit gutem Beispiel vorangeht. Als finanzielles Zuckerl schießt die Gemeinde 14,90 Euro für die Erstanmeldung zu, gültig vom 4. Oktober bis Anfang Dezember.

Das Imster Radkonzept wird ganz nach Plan (r.) weiter umgesetzt.
© Stadt Imst

„Das Projekt der Wörgler Stadtwerke bietet der Stadt etliche Vorteile, aber auch die Nutzer profitieren von der Einfachheit der Nutzung und den moderaten Kosten“, erklärt Praxmarer. Die Registrierung auf www.flo-mobil.com sei selbsterklärend, alle Kosten sind transparent und man muss nur einmal aufs Stadtamt zur Registrierung. Hier sind bereits fünf Mitarbeiter für eine rasche Abwicklung geschult.

„Mir geht es darum, die Denkmuster zu verändern und vielleicht erspart man sich bestenfalls das Zweitauto“, kann sich Praxmarer vorstellen: „Ich fahre mit dem Rad oder E-Bike zum Stadtamt, hole das Elektroauto, erledige meine Einkäufe. In der Zwischenzeit habe ich mein E-Bike an der Ladestation vollgetankt, stelle das Auto zurück und radle gechilled wieder nach Hause.“

Damit die Fahrt mit dem Rad oder E-Bike künftig reibungslos vonstattengeht, schreitet auch die Umsetzung des Imster Radwegekonzeptes voran. „Wir beschildern die Radwege fleißig weiter, sodass diese, zusammen mit den Beschilderungen von Imst Tourismus, ein großes Ganzes ergeben. Aktuell werden die Anbindungen an die umliegenden Radwege durch den Stadtrat verhandelt“, hofft der Umweltreferent auf Verhandlungserfolge. Parallel dazu haben sich die Raumplanung und das Stadtbauamt darauf verständigt, bei Straßenbauten künftig einen Radstreifen zu integrieren.

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„An mehreren Stellen wird die Einbahnregelung für Radfahrer aufgehoben. Auch Fahrverbote wurden in eine 30er-Zone umgewandelt“, zeigt Praxmarer auf, denn ohne die entsprechenden Verordnungen könne auch das Konzept nicht greifen. Der Gemeinderat dankt allen Beteiligten von der Stadtpolizei bis zur Verkehrsabteilung und dem Bauamt für ihre Mithilfe.


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