400 Jahre Gemütlichkeit auf der Farmkehralm im Alpbachtal

Auf eine urige Alm im hintersten Alpbachtal führt der TT-Tourentipp: Die Farmkehralm kann zu Fuß oder mit dem Rad erreicht werden – und noch bis Ende Oktober wird man dort von Nicole empfangen.

Die Farmkehralm ist eine gemütliche Einkehr im Alpbachtal.
© Irene Rapp

Von Irene Rapp

Alpbach – Am vergangenen Sonntag war die Wanderung zur Farmkehralm im Greiter Graben in Inneralpbach wie ein Ausflug ins „Winter Wonderland“. Dieses Gebiet ist im Winter bei Skitourengehern beliebt, die zieht es zum Wiedersberger Horn (2127 m) oder Großen Galtenberg (2424 m). Aber auch im Sommer kann diese Gegend punkten: So kann man z. B. die Farmkehralm auf 1518 Metern Höhe mit normalem oder E-Bike gut erreichen. Oder aber man macht eine Rundwanderung, geht auf dem Forstweg zur Alm und dann auf dem Jagdsteig wieder retour.

So kommt man hin: Man fährt von Alpbach aus weiter nach Inneralpbach und dort Richtung Greiter Graben (immer rechts halten). Nun auf der asphaltierten Straße so lange weiterfahren, bis sich linkerhand ein großer Abstellplatz für Pkw auftut (den Park­automaten kann man negieren, man muss im ­Sommer nichts bezahlen) und die Straße in einen Forstweg übergeht.

Zuvor muss man auf einem Forstweg u. a. an diesem Brunnen vorbei – unbedingt Wasser trinken.
© Irene Rapp

Nun auf dem Forstweg gemütlich ansteigend dahin und langsam öffnet sich die Almlandschaft von Inneralpbach mit tollen Blicken auf Wiedersberger Horn, Galtenberg und Tristenkopf (2203 m).

Aber hier gibt es nicht nur viele Almen, sondern auch viel Wasser: Links plätschert der Greiter Bach und rechts erfährt man beim ersten Brunnen, dass Alpbach aufgrund seiner Trinkwasserqualität bereits ausgezeichnet worden ist. Beim zweiten Brunnen hängt eine Tafel an einem Baum, die rät, hier Wasser zu trinken, weil es gut tut – also bitte die Wasserflasche auffüllen.

Auf dem Weg zur Alm hat man schöne Blicke auf den Großen und Kleinen Galtenberg sowie den Tristenkopf.
© Irene Rapp

Die Strecke ist übrigens eine ausgewiesene Mountainbikestrecke (306), am vergangenen Sonntag waren auch einige E-Biker auf dem Forstweg zur Farmkehralm unterwegs. Wanderer hingegen haben einmal kurz die Möglichkeit, im oberen Bereich die Forststraße durch den Wald abzukürzen. Nach rund einer Stunde erreicht man dann die urige Farmkehralm. Rund 400 Jahre alt soll die sein, erzählt Nicole Baer, die einen dort oben bewirtet. Die gebürtige Deutsche ist seit neun Jahren im Sommer auf dieser vom Alpbacher Hotel Post gepachteten Alm, „das ist mein Leben“, erzählt sie.

Im Inneren hängen an einer Wand zahlreiche Fotos, die die 34-Jährige, die eigentlich gelernte Elektrikerin ist, mit Gästen aus der ganzen Welt zeigen. An Kulinarischem kredenzt Baer u. a. Schnitzel und St. Johanner Würstel, die so lang sind, dass sie über den Tellerrand hinaushängen. ­Baer will übrigens noch bis 31. Oktober offen halten, „nur bei richtigem Sauwetter fahre ich nicht herauf“, erzählt sie.

Auf der Alm gibt’s dann Würstel, die über den Tellerrand hinaushängen.
© Irene Rapp

Zurück geht es dann entweder auf demselben Weg oder man macht eine Rundwanderung. Dazu zwischen der bewirtschafteten Farmkehralm und dem darüberliegenden Stall durch und Richtung Talausgang wandern (den Schildern Jagdsteig und Stettauer Alm folgen). Da geht es gemütlich über dem Talboden über Wald- und Wiesensteige dahin und über Stettauer Alm und Stettauer Aste zurück zum Parkplatz (am Ende auf einer Brücke über den Bach). Fazit: Der Forstweg bis zur Alm ist auch mit größeren Kindern oder Kinderwagen gut machbar, die Rundwanderung abwechslungsreich.


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