Endstation für Kriminaltouristen am Landesgericht in Innsbruck

Ein 43-Jährige Bosnier war schon 2016 in Tirol auf Einbruchstour. Zuvor war er bereits in der Schweiz verurteilt worden.

Der Bosnier mit Aufenthaltsverbot war auch in Tirol aktiv. (Symbolfoto)
© APA

Innsbruck – Zijad zählt in der Schweiz mittlerweile zu den unerwünschten Personen. Wurde der in Kroatien lebende Bosnier nach diversen Vermögensdelikten im Kanton Thurgau dort nicht nur mit einem Jahr Haft, sondern auch mit zehnjährigem Aufenthaltsverbot bei den Eidgenossen belegt. Zeitnah befand sich der 43-Jährige jedoch auch auf „Besuch“ in Österreich. Gleich mehrmals, wie DNA-Spuren und Videoaufnahmen von Tatorten belegen. So brach der Bosnier mit Komplizen schon im Jahr 2016 ein Fahrzeug der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) auf und stahl daraus Elektrogeräte im Wert von knapp 7000 Euro. Zwei Jahre später kam es in Hermagor zu einer Einbruchserie.

Dort wurde der am Dienstag am Landesgericht wegen schweren gewerbsmäßigen Einbruchdiebstahls Angeklagte nicht nur gefilmt, sondern in Tatortnähe wurden auch Täter-Schuhspuren und eine Zigarette mit der DNA des 43-Jährigen gefunden. Verteidigungsstrategie des Bosniers: „Ich war ja in Hermagor. Aber nicht zum Einbrechen, sondern auf Lokaltour!“

Richterin An­drea Wegscheider hielt sich da lieber an Spuren und Indizien: „Bei ihnen wurde Beute aus verschiedenen Einbrüchen gefunden. Das sagt doch alles aus.“ Der Hinweis zum Verbleib der IKB-Maschinen kam dazu von einer völlig unbeteiligten Zeugin. Ein zusätzliches Jahr Haft zur Schweizer Verurteilung nahm der Bosnier sofort an. (fell)

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