Skischaukel Sillian-Sexten schwingt Richtung UVP

Die grenzüberschreitende Skischaukel Sillian-Sexten macht Fortschritte. Ende Oktober oder Anfang November soll das Projekt einreichbereit sein. Dann folgt die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).

Mit der neuen Verbindung von Sillian nach Sexten hätte Osttirol eine Anbindung an ein riesiges Skigebietsnetz in den Dolomiten.
© Gottardi Giorgio/Peter Leiter

Von Catharina Oblasser

Sillian, Sexten – Seiten über Seiten bedrucktes Papier ebenso wie digital aufbereitete Daten, werden Ende Oktober oder Anfang November Richtung Innsbruck geschickt. Dort gilt es, die Unterlagen sorgfältig zu prüfen. Gegenstand der Untersuchung ist die geplante Skischaukel von Sillian (Osttirol) über den Helm nach Sexten (Südtirol). Projektanten sind der Zillertaler Bergbahnenbetreiber Heinz Schultz auf österreichischer und die Drei Zinnen AG auf italienischer Seite. Beide Firmen halten jeweils 50 Prozent an der Errichtergesellschaft. Diese Aufteilung ist auch für den Betrieb vorgesehen, wenn die Anlage einmal fertig ist.

„Ja, die Unterlagen sind wirklich sehr umfangreich“, meint Heinz Schultz. „Wir haben alles mit großer Sorgfalt zusammengetragen, schließlich wollen wir ein gutes Projekt einreichen.“ Aufgrund der Größe des Unternehmens ist die Skischaukel UVP-pflichtig, es muss also eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden. Mehr als 20 Millionen Euro will die Unternehmerfamilie aus dem Zillertal in das Vorhaben investieren.

In Südtirol ist die Anmeldung zur UVP bereits erfolgt, allerdings heißt das nicht, dass der Startschuss dort früher fallen kann als in Osttirol. Die behördlichen Vorgaben sind unterschiedlich, sodass der Verfahrensstand in etwa gleich ist. So oder so, grünes Licht für den Bau gibt es in Sexten erst, wenn auch der österreichische Teil des Projekts genehmigt ist.

Corona hatte auf die Vorbereitung der einzureichenden UVP-Unterlagen übrigens keinen negativen Einfluss, meint Heinz Schultz. Wohl aber auf die bevorstehende Wintersaison, glaubt der Unternehmer. Es werde kritisch, so Schultz. „Wir rechnen mit einem großen Minus – in allen Skigebieten. Dieser Winter wird massiv anders sein als alle vorherigen.“ Neben drei Liftbetrieben in Osttirol hat die Schultz Gruppe auch zwei im Zillertal.

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