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Auch Frauen sind Nobel: Große Spannung vor weiterer Nobelpreis-Vergabe

Wissenschaftler sind gespannt auf die Verkündung der weiteren Nobelpreise diese Woche – auch was das Geschlechterverhältnis betrifft.

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Malala Yousafzai war 2014 mit 17 Jahren die jüngste Nobelpreisträgerin.
© SHANNON STAPLETON

Von Theresa Mair

Der Innsbrucker Quantenphysiker Peter Zoller kann mit Sicherheit von der Spannung erzählen, die dieser Tage viele Wissenschafter erfasst. Denn auch er galt wie sein Wiener Kollege Anton Zeilinger bereits als Kandidat für den Nobelpreis. Seit Montag werden die diesjährigen Preisträger der renommierten und mit jeweils rund 950.000 Euro dotierten Auszeichnungen für außerordentliche wissenschaftliche Leistungen verkündet. Den Auftakt machte Medizin, gefolgt von Physik, Chemie und Wirtschaftswissenschaften in den Tagen darauf.

Der schwedische Dynamit-Erfinder Alfred Nobel bestimmte mit seinem Testament die Gründung der Nobelpreise.
© APA/EPA/POPPE

Der Datenanalysekonzern Clarivate kürt bereits seit Jahren im Vorfeld die 24 „Zitations-Kaiser“ aus dem Kreis der am häufigsten in Fachpublikationen zitierten Forscher. Sie gelten als besonders einflussreich und damit auch als Favoriten für den Nobelpreis. Seit 2001 wurden 360 solche „Citation Laureates“ ausgewählt, von denen dann 54 tatsächlich den Nobelpreis erhalten haben. Heuer ist niemand aus Österreich dabei. Dafür Wissenschafter aus Kanada, den USA, Deutschland, Großbritannien, Japan und Südkorea.

Darunter auch die Ökonomin Claudia Goldin von der Universität in Harvard. Sie könnte für ihre Analyse zum geschlechtsspezifischen Lohngefälle ausgezeichnet werden.


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