20 Jahre Weiberwirtschaft: Aneckendes Design ist angerichtet

Was Design anrichten kann, darf derzeit im Weis raum untersucht werden: Zu sehen sind Arbeiten aus 20 Jahren Weiberwirtschaft.
© Schrott/Himmel

Innsbruck – Es ist angerichtet. Im Innsbrucker Weis raum kredenzt das Grafikdesignbüro Weiberwirtschaft aktuell Arbeiten aus 20 Jahren. Für seine Werke, die oftmals über Auftragsarbeiten hinausgehen, wurde das Büro zuletzt mit dem Arthur-Zelger-Preis für gute Gestaltung ausgezeichnet.

Heidi Sutterlüty-Kathan und Beatrix Rettenbacher arbeiten seit 2000 mit politischen, kritischen und bewusst feministischen Botschaften, nicht nur im Rahmen ihrer eigenen Textillinie. Im Weis raum haben sie der Weiblichkeit, dem Gebären von Ideen, jetzt einen Hochaltar errichtet. Rundherum reihen sich die kontroversiellen Werke des Duos: Darunter ein „erweiterter“ Rosenkranz samt Glücksschweinchen oder ihr Weihwasserkessel in Brustform – beides angefertigt 2009 für das Tiroler Volkskunstmuseum. Darüber war der Auftraggeber gar nicht amused. Wer die Weiberwirtschaft aber kennt, weiß: Design darf anecken, etwas anrichten.

In der Schau wird man folglich mehrmals auf Gestaltung stoßen, die mindestens zum Schmunzeln anregt. Oder mehr. Fragen aufwerfen will die Weiberwirtschaft auch mit ihrer Ausstellung: Am 23.10. wollen sie mit Politikwissenschafterin Alexandra Weiss der Frage nachgehen, ob Frauen in Tirol auch genug „anrichten“. Oder ob sie sich mehr trauen könnten. (bunt)

Alle Infos: weissraum.at

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