Schwazer Handballer an der Spitze, Fortsetzung erhofft

Sparkasse Schwaz Handball Tirol will heute gegen Bärnbach/Köflach seine Erfolgsserie verlängern – von einem Pflichtsieg spricht aber keiner.

Das Bild täuscht: Aliaksei Kishou erhielt bislang die wenigsten Tore.
© gepa

Von Sabine Hochschwarzer

Innsbruck –Noch laufen keine internen Wetten, wachsen weder Bärte ins Bodenlose oder bleiben Shirts ungewaschen. „Dafür ist die Serie noch zu kurz“, sagt Schwaz-Trainer Frank Bergemann und lacht. „Aber wir werden alles daransetzen, sie fortzusetzen.“ Nach vier Siegen in vier Spielen treten die Schwazer Handballer heute gegen Bärnbach/Köflach (Osthalle, 19 Uhr) als Punkteführende an – einzig das bessere Torverhältnis lässt Europa-League-Teilnehmer Margareten als aktuelle Nummer eins der Liga dastehen.

Coach Bergemann stapelt dennoch tief: „Es waren viele knappe Spiele. Wir brauchen schon einen sehr guten Tag heute und müssen konsequent spielen.“ Zudem kämpft Kreisläufer Balthasar Huber weiterhin mit Hüftproblemen. Bärnbach/Köflach präsentierte sich zuletzt gegen Bregenz stark, von einem Pflichtsieg wie etwa im Vorjahr ist also keine Rede mehr. Mit den Steirern reist auch noch Milos Djurdjevic, der aktuelle Torschützenkönig der Liga, an. 35 Tore gehen alleine auf sein Konto.

Schwaz hält aber dagegen: Kein anderes Team erhielt bislang so wenige Gegentreffer wie die Tiroler. Nicht zuletzt dank der Rückraumreihe und Goalie Aliaksei Kishou. Der Weißrusse, der schon drei Saisonen (bis 2017/18) das Schwazer Tor gehütet hatte, bildet nun wieder und neben Jungspund Tobias Alber den Tiroler Rückhalt – lautstark und mit viel Emotion. „Es ist jetzt ganz wichtig, dass die Stimmung aus dem Team kommt, weil ja nur wenige Zuschauer in der Halle sind“, weiß Trainer Bergemann und verrät ein weiteres Erfolgsgeheimnis: „Wir schaffen es bis jetzt wirklich, von Spiel zu Spiel zu denken – auch wenn das nach einer Floskel klingen mag.“


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