„Unsichtbare Städte Innsbruck“: Die Performance kommt im Pizzakarton

Das prozessorientierte Performance-Projekt „Unsichtbare Städte Innsbruck“ holt von Einwohnern klangliche und visuelle Visionen ihrer Stadt ein.

Ein Pizzakarton voller Technik: Noch bis 9. Oktober werden Kartone geliefert und können persönliche Visionen abgegeben werden.
© peter lorenz

Innsbruck – Pandemiegerechte Kunst, die liefert derzeit „The Doing Group“ in Innsbruck. „Liefern“ meint man hier im wahrsten Sinne des Wortes: Ein Teil des prozess­orientierten Performance-Projekts „Unsichtbare Städte Innsbruck“ kommt frei Haus. Im Pizzakarton.

Aber zuerst zum Gesamtkonzept des stadtpotenziale-Projekts: „The Doing Group“-Leiter und Theatermacher Peter Lorenz will mit „Unsichtbare Städte“ gelebte Perspektiven und unsichtbare Stadtversionen von Innsbruck erforschen, dokumentieren und diskutieren. Denn laut Lorenz trägt jeder sein eigenes Bild von Innsbruck in sich. Diese bisher unsichtbaren Fantasien will er mit dem Projekt auf künstlerische Art und Weise offenlegen. Eingefangen werden die klanglichen und visuellen Visionen von Stadtbewohnern selbst.

Aufgenommen werden diese Bilder, auch weil Corona-bedingt physische Distanz bewahrt werden muss, über ein Aufnahmegerät, das „The Doing Group“ zusammen mit Openspace.innsbruck und dem EU-Projekt Magic Carpets auf Wunsch nach Hause liefert. In einem für das Projekt entwickelten, technisch aufgepimpten Pizzakarton. Zu Hause können Teilnehmende ihr persönliches Innsbruck einsprechen und speichern.

Anschließend werden die Kartons mit den Visionen wieder eingesammelt und zu einem künstlerischen Ganzen verarbeitet. Sichtbar und hörbar werden die einzelnen Episoden dann über eine mobile Installation, die während der Premierentage (5. bis 7. November) an mehreren Plätzen in Innsbruck Halt macht.

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Einen Vorgeschmack auf die „Unsichtbaren Städte“ bekommt man heute (15 Uhr) beim Heart-of-Noise-Festival im Musikpavillon: Künstler Nicola di Croce liefert den Prolog für die Stadtbilder. Der Residency-Künstler von Magic Carpets bestückt sein Klangbild Innsbrucks übrigens u. a. mit Glockenklängen aus der Gießerei Grassmayr. (bunt)

Anmeldung zum Projekt und alle Infos: magiccarpets.at/invisible-cities


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