„Wir stehen noch nackt da“: Westendorf will Entscheidung zu Baurecht

Der Westendorfer Gemeinderat drängt auf eine Entscheidung beim Baurecht der Stadt Innsbruck.

Wie es mit dem Innsbrucker Heim und den dazugehörigen Flächen in Westendorf weitergeht, ist noch immer nicht fix.
© Angerer

Von Harald Angerer

Westendorf – Der Herbst zieht ins Land und damit hat das Schwimmbad in Westendorf wieder einen Sommer hinter sich gebracht – und es wird wohl nicht der letzte sein. Denn in Sachen neuer Badesee oder Schwimmbadsanierung treten die Westendorfer auf der Stelle.

„Vor 13 Monaten haben wir beschlossen, dass wir in zwölf Monaten eine Entscheidung treffen, doch passiert ist bis jetzt nichts“, ärgert sich bei der jüngsten Gemeinderatssitzung GR Rene Schwaiger (AAB). Und auch weitere Gemeinderäte schließen sich der Kritik an. „Es wurde vereinbart, dass wir aus dem Schwimmbadausschuss regelmäßig Informationen bekommen, das ist nicht passiert“, sagt Anna Schmid (Aufwind). Die VP-Listen nehmen vor allem Bürgermeisterin Annemarie Plieseis (WIR) in die Pflicht.

„Wir sind kommende Woche nach Innsbruck eingeladen“, sagt Plieseis und hofft, dass dann eine Entscheidung über das Baurecht fällt. Wes­tendorf braucht für einen möglichen Neubau ein Grundstück der Stadt Innsbruck. Sollte dieser Deal nicht zu Stande kommen, müsste das bestehende Schwimmbad saniert werden. „Auch hier war vereinbart, dass nach einem halben Jahr mit den ersten Planungen begonnen wird“, betont Schwaiger und fügt hinzu: „Wir sind genau da, wo wir vor einem Jahr schon waren.“ Kritisch gibt sich auch Vizebürgermeister Walter Leitner-Hölzl (AAB): „Wir stehen noch nackt da, wir haben gar nichts.“

Dass es selbst dann noch nicht schnell geht, wenn der Baurechtsvertrag der Stadt Innsbruck da ist, glaubt Ersatzgemeinderat Christian Eberl (Aufwind). „Dann muss man sich erst mal ansehen, was da alles drinsteht“, sagt Eberl, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Bergbahn ist. Sie ist in einem möglichen Seenprojekt als Partner mit im Boot, doch auch von Seiten der Bergbahn gebe es eine Deadline, erklärt Eberl in der Sitzung.

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„Wir hatten das alle in den Wahlprogrammen, es muss endlich eine Entscheidung fallen“, drängt Schwaiger. Auf eine solche hoffte die Bürgermeisterin in zwei Wochen. „Ich habe wirklich das Gefühl, dass man in Innsbruck eine Einigung will“, sagt Plieseis zuversichtlich.


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