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Nachbar als Corona-Feind: Tourismus wegen Reisewarnungen in der Krise

Reisewarnungen stellen die tatsächliche Situation im Tourismus auf den Kopf: Vom Bodensee bis nach Wien dürften sich nicht viel mehr als 100 Touristen im Sommerurlaub infiziert haben.

Risikogebiet: Der Tiroler Tourismus wird im Oktober hart von der deutschen Reisewarnung getroffen.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck — Überhastete Abreisen, Stornierungen und Zittern um die Wintersaison: Die Reisewarnungen aus dem Ausland für österreichische Regionen stürzen den Tourismus in die Krise. Und Deutschland will ab 15. Oktober noch einen Schritt weiter gehen.

Dann gilt nämlich eine Online-Registrierungspflicht bei der Einreise aus Vorarlberg, Tirol und Wien. Doch es droht weiteres Ungemach: So wird auch überlegt, dass eine Einreise nur bei 5-tägiger Quarantäne möglich sei, ohne Freitestung. „Eine derartige Regelung ist lediglich in Vorbereitung. Ob und wann sie kommt, ist noch nicht entschieden", sagt der Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Tirol, Dietmar Czernich.

Deutschland und der Freistaat Bayern ziehen Reisewarnungen durch.
© Thomas Böhm

Aber ist es tatsächlich gefährlich, einen Urlaub in Österreich zu verbringen? Ein Rundruf der Bundesländerzeitungen TT, VN, OÖN, SN, Kleine Zeitung sowie der Presse ergibt ein eindeutiges Bild: Seit Juni dürften sich nicht viel mehr als 100 Touristen in Österreich angesteckt haben. In Tirol wurde es genau herausgefiltert, inklusive der deutschen Boxnationalmannschaft mit 26 Infizierten sind es 57. In Vorarlberg wird ein positiv getesteter Tourist ausgewiesen, in Salzburg und Oberösterreich sind es ebenfalls nur eine Handvoll. Nicht einmal im Cluster von St. Wolfgang Anfang August mit 107 Fällen hätte es einen infizierten Urlauber gegeben, teilt das Land Oberösterreich mit.

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