Hinterm Brenner brennt’s stets: Bewährungsprobe für den HCI in Bozen

Das Auswärtsspiel beim HC Bozen wird für die ersatzgeschwächten Innsbrucker Haie am Freitag (19.45 Uhr) eine echte Bewährungsprobe, die von allen Disziplin einfordert.

Will nach den beiden Auftaktsiegen gegen Dornbirn und Villach auch am Freitag der Prüfung in Bozen standhalten – HCI-Keeper Tom McCollum war bislang ein verlässlicher Rückhalt.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck – Nach seiner gewonnenen Rauferei bei der Liga-Generalprobe gegen Heilbronn und einem angeblichen Trainingsunfall etwas später fällt Verteidiger Kevin Tansey wochenlang aus. Angreifer Braden Christoffer, der Linienpartner Daniel Ciampini beim 4:3-Sieg in Villach etwas zu rustikal zur Seite stand, sitzt am Freitag das erste von zwei Spielen Sperre wegen seines Crosschecks ab. Und Eigengewächs Lukas Bär fehlt mit Syndesmosebandriss ohnehin.

Die Reise über den Brenner wird am Freitag kein Honiglecken, denn die Südtiroler, die die ersten beiden Partien wegen positiver Corona-Fälle auslassen mussten, sollten wieder ordentlich besetzt sein und brennen auf den Saisonauftakt. Und Bozen wurde vor dem Ligastart ja von vielen als absoluter Titel(-mit-)favorit genannt. Wer zudem die Stimmung in der Bozner Eiswelle kennt, weiß, was die Haie auch bei reduzierter Zuschauerzahl erwartet. Laut Liga-Info dürfen 25 Prozent der Plätze (1500 Zuschauer) besetzt werden.

„Bozen wird ein echter Prüfstein, für mich sind sie diese Saison einer der Favoriten auf den Titel“, bestätigt Haie-Cheftrainer Mitch O’Keefe die Einschätzungen vor dem Nord-Südtirol-Derby. Dario Winkler dürfte anstelle von Christoffer in die erste Linie zu Ciampini und Sam Herr rücken. Der 17-jährige Youngster Luca Muigg, der in Villach schon seinen ersten Erstliga-Wechsel bekam, könnte ebenfalls die heiße italienische Eishockey-Luft einatmen.

In der Hitze der nächsten Eishockey-Nacht hofft auch Co-Trainer Florian Pedevilla, dass die Haie die richtige Dosis an „Feuer“ finden: „Wir müssen aggressiv, aber diszipliniert auftreten und unsere beste Leistung abrufen.“


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