Audi e-tron GT will mit gutem Ton verführen

Audis nächstes Elektrofahrzeug, der e-tron GT, wird mit kraftvollem Sounddesign bestückt.

Verantwortlich für den speziellen Motoren-Soundtrack: Rudolf Halbmeir (l.) und Stephan Gsell.
© AUDI AG

Von Markus Höscheler

München, Salzburg – Eines ist klar – mit dem neuen Vorstandsvorsitzenden Markus Duesmann will sich Audi ein neues, ein positiveres Image verschaffen, und zwar eines, das Emotion mit technischem Vorsprung verbindet. Als idealer „Markenbotschafter“ soll sich dabei der e-tron GT entwickeln, ein weiteres Elektrofahrzeug von Audi, das als Gran Turismo konzipiert ist und im Laufe des nächsten Jahres auf den Markt kommen wird. Wie wichtig dieses Modell für die Vier-Ringe-Marke ist, belegt die Detailverliebtheit bei ausgewählten Themen. Besonderes Augenmerk hat Audi etwa auf das Sounddesign gelegt. Und dabei geht es nicht um lapidare Musikbeschallung für den Innenraum, sondern vorrangig um die adäquate Tonbegleitung für die Elektromotoren. Denn mit zunehmender Beschleunigung intensiviert sich beim e-tron GT ein entsprechender Ton, der sich an den Tönen von Verbrennungsmotoren zwar orientiert, sie aber nicht kopiert. Erstes Probehören bei einer intensiven Soundvorstellung von Audi bescherte uns jedenfalls in dieser Woche eine Gänsehaut.

Nicht nur der gute Ton macht die Musik beim e-tron GT, sondern auch der Fokus auf einen vorzüglichen Materialmix. Audi betont hier die Verwendung von Aluminium und höchstfesten Stählen, um ein sehr sicheres und natürlich fahrdynamisch aktives Fahrzeug zu verwirklichen.

Bestellt werden kann die 204 PS starke Plug-in-Hybrid-Version des A3 Sportback ab 37.950 Euro.
© Audi AG

Noch will Audi den e-tron GT nur verhüllt zeigen, um die Spannung bis zur endgültigen Präsentation zu erhöhen. Aber immer klarer wird, dass die Vier-Ringe-Marke die Elektrifizierung des Fahrzeugangebots nicht nur als bloße Pflichtübung ansieht, sondern Modelle auf den Markt bringen möchte, die Begehrlichkeiten wecken und die Konkurrenz schrecken. Hierfür genügt schon der Blick auf den geplanten Produktions­standort – der e-tron GT wird Ende 2020 in den Böllinger Höfen in Neckarsulm vom Band laufen, exakt jener Fabrik, wo auch der Supersportwagen R8 zusammengebaut wird.

Etwas kleinere Brötchen backt Audi dagegen mit dem A3 Sportback 40 TFSI e, einem neuen, kompakten Plug-in-Hybriden. Das Modell ist mit einem 1,4-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner und einem Elektromotor bestückt, die zusammen 204 PS leisten. Der installierte Lithium-Ionen-Akku speichert 13 Kilowattstunden Energie und sorgt dafür, dass der Plug-in-Hybrid bis zu 67 Kilometer (WLTP) rein elektrisch fahren kann. Der Verkaufspreis beträgt 37.950 Euro.


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