Grenzschließungen wegen Corona: Liste Fritz will freie Fahrt sicherstellen

Innsbruck, Lienz – Im Fall von erneuten Grenzschließungen wegen Corona müssen Durchreisende, etwa Pendler, ausgeklammert werden. Das fordert die Liste Fritz, die im Oktober-Landtag einen Dringlichkeitsantrag in dieser Sache einbringen wird.

„Die Corona-bedingte Grenzschließung zwischen Nordtirol und Südtirol im Frühjahr 2020 hat viele Osttiroler hart getroffen. Der Verwandtschaftsbesuch in der Heimat, der Pendlerverkehr für Arbeiter, Schüler und Studenten wurde erheblich erschwert“, sagt Markus Sint, Landtagsabgeordneter der Liste Fritz. „Der Umweg über den Felbertauern hat zu unnötigen Zusatzkilometern auf der Straße geführt, die Umwelt belastet, Zeit gekostet und zusätzlich Geld in Form der Felbertauern-Maut“, führt Sint weiter aus. Falls sich die Situation im Herbst bzw. Winter wieder zuspitze, falls es Grenzschließungen durch Italien gebe, müsse eine bessere Lösung als eine neuerliche Sperre her. Deshalb verlangt die Liste Fritz, dass die Landesregierung schon jetzt mit Südtirol Gespräche führt.

Von der Grenzsperre im heurigen Frühjahr war auch die Busverbindung zwischen Lienz und Innsbruck über das Pustertal betroffen. „Dabei fährt der Bus in Südtirol keine einzige Haltestelle an, ein Ein- und Ausstieg ist nicht möglich und damit gibt es auch keine Ansteckungsgefahr“, kann Sint nur den Kopf schütteln. Die Lösung könnte eine Vorgangsweise wie am „Deutschen Eck“ sein, wo Autofahrer zwischen Tirol und Salzburg hin- und herfahren dürfen, weil das als Grenzverkehr erlaubt ist. (TT)


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