Mit 474 neuen Corona-Fällen bisher höchster Wien-Tageswert

In Wien ist von Freitag auf Samstag der bisher höchste Tagesanstieg an Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie registriert worden. 474 Fälle kamen in den vergangenen 24 Stunden dazu, wie aus den vom medizinischen Krisenstab der Stadt gemeldeten Zahlen hervorgeht. Die bisherige Höchstmarke lag bei 444 neuen Infektionen, die am 12. September gemeldet wurden. Österreichweit wurde mit 1.058 Neu-Ansteckungen der zweithöchste Wert gemeldet.

Die Zahl der „aktiven“ Fälle ist im Vergleich zum Vortag ebenfalls etwas gestiegen. Nach 4.408 Kranken am Freitag waren es am Samstag, Stand 8.00 Uhr, 4.448. Insgesamt gab es in der Bundeshauptstadt bis dato 17.161 positive Testresultate. Außerdem sind zwei Frauen im Alter von 95 und 91 Jahren im Zusammenhang mit dem Virus verstorben. Damit gibt es nun 255 Todesfälle. 12.458 Personen sind inzwischen wieder genesen.

Eine Mehrheit der Österreicher ist dafür, die Sperrstunde in der Gastronomie bei steigenden Corona-Infektionszahlen auf 22.00 Uhr zu verlegen. Das geht aus einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Unique research für die aktuelle Ausgabe des Nachrichtenmagazins „profil“ hervor. 27 Prozent der Befragten halten diese Maßnahme demnach für sehr sinnvoll, 25 Prozent für eher sinnvoll.

Insgesamt 40 Prozent äußerten sich negativ: Für 19 Prozent der Befragten ist die frühere Sperrstunde wenig sinnvoll, weitere 21 Prozent halten sie für gar nicht sinnvoll. Acht Prozent machten keine Angaben. Besonders groß ist die Zustimmung für eine solche Maßnahme unter Anhängern der Regierungsparteien, berichtete das Magazin in einer Aussendung vom Samstag. 67 Prozent der ÖVP-Wähler und 70 Prozent der Grün-Wähler sind demnach für die Sperrstunde um 22.00 Uhr.

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Einige westliche Bundesländer haben die Sperrstunde in der Gastronomie bereits im September auf 22.00 Uhr vorverlegt. Wien beispielsweise hat dagegen eine Registrierungspflicht für Lokalbesucher eingeführt, und auch in Niederösterreich versucht man, mit Gästeblättern in Regionen mit der Corona-Ampelfarbe Orange eine frühere Sperrstunde zu vermeiden.


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