Nach erneutem Remis kommt Pause für den FC Wacker gerade recht

Nur magere sechs Punkte nach fünf Runden – beim FC Wacker hadert man trotz guter Leistungen mit enttäuschenden Ergebnissen.

Wacker-Torjäger mit Ladehemmung – Ronivaldos Stoßgebete wurden noch nicht so richtig erhört.
© gepa

Von Wolfgang Müller

Innsbruck – „Es waren schon eher zwei verlorene Punkte“, bilanzierte Wacker-Torschütze Florian Jamnig das 2:2 in Am­stetten realistisch. Denn die Schwarzgrünen waren einmal mehr das bessere Team, unter dem Strich schaute halt wieder einmal nur ein Remis heraus. Das dritte in fünf Spielen, was sich natürlich auch in der Tabelle auswirkt. Nach fünf Runden in der zweiten Liga steht der Tiroler Traditionsklub bei sechs Punkten. Eine magere Ausbeute für einen Aufstiegskandidaten.

Dabei gab es in Am­stetten durchaus auch Positives – zweimal einen Rückstand aufgeholt, ein deutliches Chancen-Plus und ein engagierter, dominanter Auftritt. Zudem wurde die leidige Torsperre nach 322 Minuten gebrochen. Nach den 90 Minuten im Südwesten Niederösterreichs stand auch auf der Minus-Liste zu viel für ein Liga­spitzenteam. Zwei Tor-Geschenke, die von den Hausherren dankend angenommen wurden.

„Es fehlt ganz allgemein die Konstanz. Wir haben gute Wellen im Spiel, können das aber nicht durchziehen“, sieht FCW-Coach Daniel Bierofka sowohl Licht, aber auch Schatten in den Auftritten seiner Mannschaft.

„Rein von den Zahlen sind wird nicht optimal in die Saison gestartet. Aber große Sorgen mache ich mir nicht, denn die Leistungen waren bis auf die Niederlage gegen Liefering in Ordnung“, wähnt „Rückkehrer“ Jamnig, der den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielte und mit einem Freistoß-Lattenknaller Pech hatte, den FC Wacker schon in der Spur. Auch der Trainer ist weit weg von einem Krisenszenario. „Die Pause kommt jetzt nach der doch sehr kurzen Vorbereitung gerade recht. Die werden wir nutzen.“

Damit meint Bierofka auch das „Problem“ Ronivaldo. Dem Torjäger klebt das Pech förmlich an den Kickerschuhen. Beim 3:0-Erfolg in Kapfenberg traf der „Königstransfer“ gleich zum Start, danach war Sendepause. Der 31-Jährige versemmelte auch in Amstetten einen Sitzer. „Er braucht dringend einen Blockadelöser. Wir werden im Training Abschlüsse forcieren“, so Bierofka, der natürlich weiter voll auf seinen Stürmer setzt. „Wenn der Ronni endlich wieder trifft, dann ist er wieder der Alte. Davon bin ich überzeugt“, ist auch Angriffskollege Jamnig überzeugt, dass Ronivaldo seine Chancen, zu denen er ja auch kommt, baldigst wieder in Tore ummünzt. Am besten schon im nächsten Heimspiel am 23. Oktober gegen BW Linz.

Zweite Liga, 5. Runde

1. Liefering 5 11:4 11

2. Lafnitz 5 8:6 10

3. BW Linz 5 13:9 9

4. Klagenfurt 4 9:6 8

5. Dornbirn 5 8:7 8

6. FAC 4 8:4 7

7. GAK 5 6:5 7

8. OÖ Juniors 5 5:4 7

9. FC Wacker 5 5:4 6

10. Lustenau 5 7:7 5

11. Horn 5 6:8 5

12. Steyr 5 5:11 5

13. Amstetten 5 9:11 4

14. Rapid II 5 7:11 4

15. Kapfenberg 5 5:11 4

16. Young Violets 5 6:10 2

Amstetten – Wacker 2:2 (2:1) Tore: Scharner (27.), Peham (45.) bzw. Jamnig (36.), Zaizen (66.).

BW Linz – Dornbirn 1:2 (0:0) Tore: Strauss (93.) bzw. Domig (59.), Fridrikas (90.).

Lustenau – Steyr 4:0 (2:0) Tore: Wallace (2.), Tabakovic (42., 76.), Anoff (71.).

Rapid II – Lafnitz 2:3 (1:0) Tore: Fuchshofer (1., 90.) bzw. Siegl (47.), M. Kröpfl (70./Elfer), Chr. Kröpfl (93.).

Kapfenberg – Y. Violets 0:0

Horn – OÖ Juniors 1:1 (0:1)

FC Liefering – GAK 1:1 (0:0)

Sonntag: A. Klagenfurt – FAC 10.30

Nächstes Wacker-Spiel: 23. Oktober: FC Wacker – BW Linz.


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