Prutzer Großbaustelle soll im Sommer 2021 starten

Im Oktober wird die neue Unterführung an der Reschenstraße behördlich verhandelt – die Vorbereitungen sind im Zeitplan.

Derzeit regelt noch eine Ampel den Verkehr auf der Reschenstraße durch Prutz. In Zukunft wird die Straße unter Bodenniveau verlegt. Im kommenden Sommer sollen die Arbeiten starten.
© Reichle

Von Matthias Reichle

Prutz – Ende Mai kam Landeshauptmann Günther Platter höchstpersönlich nach Prutz, um die Botschaft zu verkünden. Und die war für viele eine Überraschung. Der Bau der Prutzer Unterführung sollte – nachdem er 2019 verschoben worden war – doch früher kommen als geplant: nämlich 2021.

Die Vorbereitungen für das 35 Mio. Euro teure Vorhaben laufen derzeit auf Hochtouren. „Wir sind gut im Zeitplan“, bestätigt Chefplaner Robert Zach von der Abteilung Verkehr und Straße beim Land. Am 15. Oktober finden nun die wasser-, forst- und naturschutzrechtlichen Genehmigungsverhandlungen statt. Das Land hatte die Pläne im Juli eingereicht. Zach hofft, dass man – wenn alle Genehmigungen da sind – bereits im Winter mit den Ausschreibungen beginnen kann. Aufgrund der Projektgröße muss das europaweit passieren. Im Frühjahr will man dann die Vergabe durchführen – so der Plan.

Kreisverkehr statt Kreuzung

Mit dem Projekt soll die letzte Ampel auf der Reschenstraße verschwinden. Der Bereich, an dem sich die Straße vom Prutzer Dorfzentrum in den Weiler Entbruck mit der viel befahrenen Nord-Süd-Verbindung kreuzt, war schon immer problematisch. Nicht nur aufgrund gefährlicher Situationen am Zebrastreifen – einem Übergang, der von vielen Schulkindern genutzt wird, wie Bürgermeister Heinz Kofler erklärte. In Spitzenzeiten kam es aufgrund von Überlastung auch zu kilometerlangen Staus in die Skigebiete. Seit 30 Jahren bemühte man sich um eine Lösung.

Nun soll die Reschenstraße auf einer Länge von 920 Metern unter Bodenniveau verlegt werden. Statt der Kreuzung kommt ein Kreisverkehr mit Auf- und Abfahrten.

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Kofler glaubt, dass die anstehenden Verfahren nun „relativ zügig“ über die Bühne gebracht werden. Naturschutzrechtlich habe man sich bereits alles angeschaut.

Auch Zach geht davon aus, dass es keine Schwierigkeiten mehr geben wird. „Wir haben alles gut vorbesprochen“, bestätigt auch er. Bereits abgeschlossen ist das Verfahren nach dem Straßenrecht – damals gab es allerdings erheblichen Widerstand. Zuletzt wurde ein betroffener Grundeigentümer enteignet. Diesmal soll es „reibungslos funktionieren“, so Zach. Er ist guter Dinge, im kommenden Frühsommer mit den Arbeiten beginnen zu können. „Wir wollen im Juni/Juli 2021 starten und im Sommer 2024 fertig werden.“


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