Querschnittslähmung davongelaufen: Charity Walk in Schwendau

Peter Brose brach sich vor einem Jahr das Genick. Dank viel Unterstützung kann er jetzt wieder gehen und veranstaltete einen Benefizlauf.

Peter Brose (mit Rollator), motiviert von mitlaufenden Freunden und Bekannten sowie der Unterstützung der Sponsoren und privaten Spender.
© brose

Schwendau – Am 18. August 2019 änderte sich das Leben von Peter Brose und seiner Familie schlagartig: Beim Spielen mit seiner Tochter, im Hippacher Freibad, schlug er bei einem Purzelbaum unglücklich mit dem Kopf auf den Boden des Nichtschwimmerbeckens auf und brach sich das Genick. Diagnose: inkomplette Tetraplegie. Ein Leben im Rollstuhl drohte.

Allerdings waren sich die Ärzte uneinig über die Heilungschancen. Ein Jahr später veranstaltete Peter Brose nun einen Benefizlauf durch Mayr­hofen. Dabei ging er zum ersten Mal nach dem Unfall drei Kilometer an einem Stück ohne Unterstützung und sammelte Geld für „Zillertaler helfen Zillertalern“, um damit anderen zu helfen und etwas zurückzugeben. 9569 Euro an Spenden kamen so zusammen.

„Es war ein verdammt hartes, aber zugleich wundervolles Jahr. Ich habe erlebt, wie Freunde und Familie zusammenhalten, Menschen sich gegenseitig helfen, sich aufbauen, unterstützen und füreinander freuen. So habe auch ich gelernt, wieder mehr Freude an kleinen Dingen zu haben“, sagt Brose ein Jahr nach dem Unfall. Er hatte Glück, dass viele Ersthelfer vor Ort waren und richtig reagiert und beatmet haben. Brose: „Zudem war der Notarzt schnell da und auch der Chirurg und die Therapeuten haben eine super Arbeit geleistet.“ Der starke Rückhalt durch die Familie und die Unterstützung durch Freunde, die eine finanzielle Spendenaktion für Peter ins Leben gerufen haben und so die finanzielle Last linderten, haben zu einer schnellen Genesung beigetragen.

„In der Reha habe ich gesehen, dass andere nicht so viel Glück hatten und oft unverschuldet in Not geraten – in der Corona-Zeit mehr als normalerweise. Außerdem gibt es aufgrund von Corona kaum Aktionen und kaum Spenden für gemeinnützige Organisationen, um anderen zu helfen. Die Spendenaktion zeigte mir, dass wir viel erreichen können, wenn wir zusammenhalten und jeder ein wenig gibt“, erklärt Brose die Motivation für den Charity Walk.

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Persönlich habe er sich selbst beweisen können, dass man mit viel positiver Energie viel erreichen kann. Der Schwendauer plant weitere soziale Projekte und arbeitet zudem an einer Dokumentation zum Thema Querschnittslähmung. (TT)


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