Frauenmord-Fall in Bayern: Verurteilung acht Jahre nach Tat

Im Fall der im Jahr 2013 tot gefundenen Maria Baumer ist der Angeklagte und einstige Verlobte des Opfers vor dem Landgericht Regensburg in Bayern wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der inzwischen 36-Jährige die Frau im Mai 2012 mit Medikamenten vergiftet und ihre Leiche anschließend im Wald vergraben hat. Er galt von Anfang an als verdächtig, wurde aber erst im Dezember 2019 erneut festgenommen.

Die Leiche von Baumer war im September 2013 von Pilzsammlern in einem Wald gefunden worden. Der Verlobte saß damals sechs Wochen in Untersuchungshaft. Aufgrund neuer Ermittlungsergebnisse wurde kam es Ende 2019 zur Festnahme und Anklage. Gegen Ende des Prozesses gab der 36-Jährige zu, die Leiche beseitigt zu haben, die Tötung der Frau stritt er ab. Das Urteil nahm er regungslos zur Kenntnis. Laut Richter Michael Hammer sei die Todesursache der Frau nicht mehr festzustellen, lasse sich aber plausibel erklären. „Maria Baumer hat Medikamente nicht selbst genommen.“ Es sei auszuschließen, dass sie ihr von Dritten beigefügt worden seien. „Es kommt nur der Angeklagte in Betracht.“ Dieser habe über seine Arbeitsstelle Zugang zu den Medikamenten gehabt.

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