„Fliegende Intensivstation": Verletzte Soldaten nach Memmingen eingeflogen

Erstmals landete die „August Euler“, eine fliegende Intensivstation der deutschen Streitkräfte, am Rollfeld in Memmingen.
© Tom Engel

Memmingen – Premiere am Flughafen Memmingen: Erstmals landete am Dienstagabend ein Airbus A310 der Bundeswehr auf dem schwäbischen Verkehrsflughafen. An Bord des Airbus befanden sich acht schwer verletzte ukrainische Soldaten, die zur weiteren Behandlung ins Bundeswehrkrankenhaus nach Ulm gebracht wurden.

Die „August Euler“ ist mit einer Spannweite von fast 44 Metern und einer Länge von über 46 Metern sowie einem Maximalgewicht von 157 Tonnen das größte Flugzeug, das bisher in Memmingen gelandet ist. Der Airbus A310 MedEvac gilt als fliegende Intensivstation und ist nach modernsten Standards ausgestattet. Er kann neben sechs Intensivpatienten weitere 38 Menschen liegend transportieren und gilt in der Bundeswehr als wichtiges Glied einer weltweiten Rettungskette zur Versorgung und Evakuierung verletzter oder kranker Soldaten. Wenige Stunden später landete mit dem Airbus A400M, dem neuen Transportflugzeug der Bundeswehr, eine weitere zur Intensivstation umgebaute Maschine in Memmingen. Sie kam aus Lissabon und hatte ebenfalls Patienten für das Bundeswehrkrankenhaus Ulm an Bord.

Für Allgäu-Airport-Bereichsleiter Aviation Marcel Schütz unterstreicht der Einsatz der Bundeswehr die Bedeutung des Flughafens als Teil der Verkehrsinfrastruktur.

„Auch in Zeiten des Lockdowns“, so Schütz, „konnten wir wichtige Beiträge zur Versorgung leisten.“ Als Anfang April der zivile Flugverkehr weitgehend ruhte, wurde der Flughafen Memmingen trotz allem in Betrieb gehalten – für Linienflüge, Hilfs- und Rettungsflüge, Organtransporte sowie den Betrieb von Businessjets. (TT, fasi)


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