EU-Umweltkommissar zeigt Verständnis für Tiroler Wolfsproblem: Besuch geplant

Brüssel – Sollte es die Corona-Situation zulassen, so will sich EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius im nächsten Jahr auf einer Tiroler...

Barbara Thaler informierte am Mittwoch Umweltkommissar Sinkevicius über die angespannte Situation mit Problemwölfen in Tirol.
© EVP/Tzovaras

Brüssel – Sollte es die Corona-Situation zulassen, so will sich EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius im nächsten Jahr auf einer Tiroler Alm selbst ein Bild von der Wolfsproblematik machen. „Das hat er mir gestern bei einem Treffen zugesagt“, sagt die Tiroler EU-Parlamentarierin Barbara Thaler (VP) gegenüber der TT. Sie hat mit dem Umweltkommissar über die problematische Situation mit den Wölfen in der Alpenregion gesprochen.

„Erwartungsgemäß hat sich seine Haltung seit dem Sommer nicht verändert, doch er zeigte Verständnis für unser Anliegen“, betont Thaler. Sinkevicius habe zudem einen Folgetermin zugesagt, bei dem es um die von ihm angekündigte Präzisierung der Schutzrichtlinie für den Wolf gehe. „Die Handlungsanleitung soll klarer formuliert werden, besonders was die Vorgangsweise im Zusammenhang mit Problemwölfen betrifft.“

Thaler hat auch das Kriterium mit dem guten Erhaltungszustand von Wölfen angesprochen. „Der muss für Regionen wie Tirol natürlich anders beurteilt werden.“ Ihr, so Thaler, sei es bei diesem Gespräch vor allem um die Sensibilisierung gegangen. Dass Sinkevicius plötzlich Zugeständnisse machen würde, sei ohnehin nicht zu erwarten gewesen, fügt sie hinzu. (pn)

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