Nach zehn Jahren: Spatenstich für neues Sicherheitszentrum der Tiroler Polizei

In den nächsten fünf Jahren entsteht mitten in Innsbruck die neue Zentrale der Tiroler Polizei. Das kostet über 100 Millionen Euro.

BM Willi, LH Platter, Generalsekretär Tomac, Bauherr Weiss und Landespolizeidirektor Kohler (v. l.) beim Spatenstich.
© Foto TT/Rudy De Moor

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – Am Mittwoch um 11.45 Uhr war’s so weit: Nach zehn Jahren Vorbereitungen, Verhandlungen und Planungen setzten sich Tirols Polizeichef Edelbert Kohler, Bauherr Hans-Peter Weiss (ARE), Helmut Tomac (Generalsekretär des Innenministeriums), LH Günther Platter und Innsbrucks BM Georg Willi zu dessen Freude grüne Schutzhelme auf. Dann trieben sie ihre Spaten in den Erdhaufen im Innenhof des Stadtpolizeikommandos in der Kaiserjägerstraße.

Der Auftakt für den Bau des neuen Sicherheitszentrums, das voraussichtlich knapp über 100 Millionen Euro kosten wird. In den nächsten fünf Jahren entstehen auf 25.000 Quadratmetern zwischen Kapuzinergasse und Kaiserjägerstraße fünf neue Gebäudekomplexe. Das grüne Hauptgebäude der ehemaligen Bundespolizeidirektion bleibt, wird aber generalsaniert und aufgestockt. Das gilt auch für ein Nebengebäude im Innenhof.

Bau im Sinne der Nachhaltigkeit

Insgesamt werden rund 1000 Polizei-Mitarbeiter im Sicherheitszentrum beschäftigt sein. Auch der Landespolizeidirektor wird künftig in der Kaiserjägerstraße residieren. Der bisherige Standort der Landespolizeidirektion am Innrain wird aufgelassen, dort entsteht die neue Universität. Das Sicherheitszentrum wird nicht nur die neue Heimat der Tiroler Polizeiführung und des Stadtpolizeikommandos. Auch die Sondereinheit Cobra, das Polizeianhaltezentrum und ein hochmodernes Einsatztrainingszentrum werden dort angesiedelt.

Das bisherige Hauptgebäude des Polizeikommandos in der Kaiserjägerstraße bleibt, wird aber generalsaniert und aufgestockt.
© thomas boehm

Wie Hans-Peter Weiss, Chef der ARE (Austrian Real Estate) und eigentlicher Bauherr versichert, „setzen wir bei diesem Projekt einmal mehr auf Nachhaltigkeit“. Und das bedeutet, dass Fernwärme und Grundwassernutzung statt der bisherigen Gasheizung für ein angenehmes Raumklima sorgen werden. Außerdem sollen die Dächer der Neubauten begrünt werden.

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„Eine lebendige Stadt ist eine ewige Baustelle"

Der zehnjährige Weg bis zum Baubeginn sei steinig gewesen, erinnert sich Generalsekretär und Ex-Landespolizeidirektor Helmut Tomac: „Allein die teils heftigen Diskussionen über den Standort dauerten zwei Jahre.“ Weiters betont Tomac die Bedeutung des 100-Millionen-Bauvorhabens als Impuls für die Covid-gebeutelte Wirtschaft.

Für Landeshauptmann Günther Platter ist das Großprojekt ein „unglaubliches Symbol mitten in der Stadt. Da gehört das Sicherheitszentrum auch hin, nicht an die Peripherie.“

Bürgermeister Georg Will­i (Grüne) sieht im Sicherheitszentrum eine „zeitgemäße Antwort auf das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung. Eine lebendige Stadt ist eine ewige Baustelle, das soll so bleiben.“

📽️ Video | Spatenstich für Sicherheitszentrum


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