Für ÖFB-U21-Team zählt in EM-Quali im Kosovo nur ein Sieg

Österreichs U21-Fußball-Nationalteam biegt in der Fußball-EM-Qualifikation allmählich in die Zielgerade ein. Nach dem bitteren 1:5 gegen Albanien und dem 1:2 gegen den überlegenen Leader England muss im Auswärtsduell mit dem Kosovo am Freitag (19.00 Uhr) die Rückkehr auf die Siegerstraße gelingen. Nur dann und im Falle weiterer Erfolge in der Türkei (13. November in Samsun) und gegen Andorra (17. November in Ried) lebt die Chance auf eine Endrunden-Teilnahme.

Österreich ist in der Gruppe 3 Zweiter, aufgrund von sieben Punkten Rückstand auf die Engländer, die am Mittwoch beim 3:3 in Andorra überraschend erstmals nicht gewannen, ist Platz eins aber realistisch gesehen außer Reichweite. Von den Zweitplatzierten der neun Pools qualifizieren sich nur die fünf Besten für den ersten Teil der EM in Ungarn und Slowenien im kommenden März. Nach aktuellem Stand dürfte es auch mit drei Siegen für die ÖFB-Elf sehr eng werden.

„Auch im vorangegangenen Jahrgang wurden wir zwischendurch schon abgeschrieben und sind am Ende zur EURO gefahren. Wir werden jetzt nicht hergehen und irgendwelche Rechenspiele anstellen“, gab sich Werner Gregoritsch kämpferisch. Der ÖFB-U21-Teamchef gibt im Stadiumi Fadil Vokrri von Pristina nach einer Pause von zwei Partien wegen seines Ende August erlittenen leichten Herzinfarktes auf der Bank sein Comeback.

„Es wird wichtig sein, dass wir mit der Leidenschaft spielen, die uns im vergangenen Herbst ausgezeichnet hat und die wir auch im Spiel gegen England gezeigt haben. Unabhängig vom Ergebnis hat meine Mannschaft gegen die Engländer gezeigt, was in ihr steckt. Diese Intensität brauchen wir, sie gehört zu unserer Spielphilosophie“, sagte Gregoritsch. Nicht zur Verfügung steht Abwehrspieler Maximilian Wöber, weil alle Salzburger wegen drei positiven Coronafällen bei den „Bullen“ nicht zu ihren Nationalteams reisen durften.

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„Es ist natürlich ein herber Verlust, trotzdem haben wir einen sehr starken Kader zur Verfügung“, meinte der 62-jährige Steirer. Auch der zum A-Team aufgestiegene Marco Friedl ist nicht dabei. Der Bremen-Legionär hatte beim 4:0-Erfolg gegen den Kosovo in Ried am 15. November 2019 doppelt getroffen. Damals hatte auch noch der mittlerweile für Slowenien spielende Sandi Lovric noch eine tragende Rolle samt Torerfolg im ÖFB-Team gespielt. Der einzige Torschütze von damals, der auch am Freitag treffen kann, ist LASK-Stürmer Marko Raguz.

Seit Sonntag hatte Gregoritsch sein Team, in das der Neo-Düsseldorfer Kevin Danso nach seiner Verletzung zurückkehrte, im Trainingscamp in Bad Erlach versammelt, ehe man am (heutigen) Donnerstag das Flugzeug in Richtung Kosovo bestieg. „Wir wollen den letzten Lehrgang gutmachen und ich denke, dass wir am Freitag ein richtig gutes und positives Spiel machen werden“, war sich Offensivspieler Nicolas Meister sicher. Der Kosovo ist mit sechs Punkten aus sechs Spielen nur Tabellenfünfter.


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