Geschmeidiges Gleiten mit Citroën: C3 und C5 Aircross

Der C3 führt frisch gemacht seine Karriere fort, der C5 Aircross setzt als Plug-in-Hybrid Zeichen.

Citroën C5 Aircross Hybrid, erster Elektrifizierter der Marke, und C3, fesch & frisch überarbeitet.
© Werk

Von Beatrix Keckeis-Hiller

Hochstraß – Später als geplant, aufgrund des Coronavirus-Lockdowns, aber nicht dennoch, sondern erst recht lanciert Citroën zwei neue Modell-Entwicklungen: den überarbeiteten C3, Top-Seller der Marke, und den jetzt mit aufladbarem Hybrid-System elektrifizierten C5 Aircross.

Der Doppelwinkel-Kleinwagen startet ins fünfte Jahr seiner aktuellen Generation mit optischen Exterieur-Retuschen an der Front und den Flanken. Dazu gehört eine neue Lichtsignatur in V-Form, zarter gestaltet sind die seitlichen Airbumps. Im Interieur sind die Sitze frisch aufgepolstert. Dazu serviert Citroën ein neu arrangiertes Offert an Dekoren, bis zu 97 farblich kontrastierende Innen- und Außendesign-Variationen sind möglich, auch stehen neue Felgen zur Auswahl. Das Antriebsprogramm bleibt im Prinzip gleich, mit einem 1,2-Liter-Dreizylinder-Benziner (83 und 110 PS) und einem 1,5-Liter-Diesel mit 100 PS. Doch sind die Antriebe nochmals optimiert.

Für den Selbstzünder fällt keine NoVA an. Auf einer intensiven Test-Runde durchs Mostviertel hat sich der Kleine damit als komfortabler Cruiser entpuppt. Spürbar ist eine Reihe weiterer Detailoptimierungen: Die Lenkung ist deutlich gefühlvoller als bisher, die Federung arbeitet noch akkurater und sanft, ohne Schaukeln, das Geräuschniveau ist äußerst dezent. Die Getriebeabstufung – es sind fünf Gänge – ist eher auf Stadtbetrieb ausgelegt, doch mit Schwung nimmt er auch enge Kurven flott und vor allem, bei den herrschenden herbstlichen Fahrbedingungen mit Laub und Fallobst auf der Fahrbahn, traktionssicher. Die Bedienung ist bekannt easy, an Fahrassistenz-Systemen, bis zu zwölf an der Zahl, kann man nur adaptiven Abstandsregeltempomat nicht haben. Damit ist der Kleine gut auf seinen Endspurt vorbereitet, die nächste Generation (für 2022 angesagt) wird es auch elektrifiziert können.

Der C5 Aircross kann es bereits jetzt. Die Citroën-Interpretation des Themas Kompakt-SUV ist in Europa seit 2018 auf dem Markt. Die Symbiose aus Sports Utility Vehicle, Familien-Van und Kombi markiert für die Doppelwinkler den Start in die Ära der Antriebs-Elektrifizierung. Die Technik stammt aus dem PSA-Konzern, es arbeitet ein 1,6-Liter-Turbobenziner mit einem Stromaggregat zusammen. Daraus resultieren 225 PS Systemleistung (samt 360 Nm Drehmoment-Max), sortiert über eine achtstufige Automatik. Der dazugehörige Lithium-Ionen-Akku hat 13,2 kWh Kapazität, serienmäßig ist ein 3,7 kWh-Onboardlader (einphasig). An elektrischer Reichweite sollten sich bis zu 55 Kilometer ausgehen. Angetrieben sind die Vorderräder, die 4x4-Konfiguration wie in Peugeot 3008, DS7 Crossback und Opel Grandland X gibt es für den Citroën nicht, auch ist das hauseigene Traktionshilfesystem keine Option.

Ungeachtet dessen sorgt das Antriebssystem für geschmeidiges Gleiten, ob bei entspannter oder sportlicher Gangart. Souverän gestaltet sich das Zusammenspiel der Aggregate im Verein mit der Automatik. Dazu kommt superber Federungs- und Geräuschkomfort in allen Fahrmodi – ob Hybrid, Elektro oder Sport. In letzterem Programm knurrt der vergleichsweise relativ großvolumige Verbrenner, wenn gefordert, dezent, doch nicht aufdringlich. Die knapp 300 Kilo Mehrgewicht gegenüber dem Dieselmodell (mit 130 PS) wirft der Franzose nicht arg spürbar in die Waagschale. Noch nicht beweisen konnte er die Fähigkeit, 55 Kilometer elektrisch zu cruisen: Die topgraphischen und meteorologischen Rahmenbedingungen sorgten für üppigen Stromkonsum. Knapp 40 Kilometer waren möglich, bei voll aktiver Klimaanlage.

Laut Preisliste kostet der C3 ab 14.790 Euro, der C5 Aircross Hybrid ab 40.690 Euro.


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