Projekt „feld:schafft“: Von der Wegwerfware zum wertvollen Produkt

Gemeinschaftsprojekt: Luzia Dieringer (Genossenschaft „feld:schafft“) mit Lebenshilfe-Klientin Seyma Ünal.
© Lebenshilfe

Innsbruck – Die Karotten in den Kisten entsprechen nicht der Norm für einen Verkauf. Doch ob sie zu groß oder zu klein, abgebrochen, krumm oder zweibeinig sind, am Geschmack ändert das nichts. Ein Projekt macht diese so genannte Mangel- oder Ausschussware, die nie in den Verkauf gelangt, sondern entsorgt wird, jetzt zu etwas Besonderem.

Gemeinsam mit Zwiebeln, deren Schale nicht komplett ist, einzelnen Knoblauchzehen, Champignons mit zu großem oder abgebrochenem Hut und Sellerie, der nicht den optischen Anforderungen entspricht, werden sie von den Mitarbeitern der „feld:schafft“ – Genossenschaft zur Nutzung von Ungenutztem“ zu einer frischen, regionalen und nachhaltigen Suppenwürze, frei von künstlichen Aroma- und Zusatzstoffen, verarbeitet. Tatkräftige Unterstützung kommt von Klienten der Lebenshilfe Tirol im „Lunchhaus“ in Innsbruck, wo das Gemüse geschält, gewaschen, klein geschnitten und schließlich mit Kräutern und Salz per Hand in Gläser gefüllt und etikettiert wird.

„So entsteht nicht nur ein wertvolles Produkt, wir setzen auch ein Zeichen für die wertschätzende Nutzung von Lebensmitteln“, sagt Luzia Dieringer, Gründungsmitglied von „feld:schafft“. Das Gemüse und die Kräuter bekommt die Organisation, zu deren Vision es gehört, Lebensmittel zu nutzen und nicht zu verschwenden, von vier Bauern und einem Händler in der Umgebung. Die Suppenwürze ist beim Klimabündnisbetrieb „Lunchhaus“ in der Heiliggeiststraße 7 erhältlich oder kann auf der Homepage feldschafft.at bestellt werden. (ms)


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